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Fünfzig deutsche Gedichte des 20. Jahrhunderts, textnah interpretiert

Von Stefan George bis Ulla Hahn

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Christoff Neumeister

An fünfzig lyrischen Gedichten deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts wird eine Methode textnaher Interpretation vorgeführt. Grundlage ist dabei immer eine genaue sprachliche Analyse des betreffenden Textes, wobei auch die von ihm suggerierte Kommunikationssituation, sein Aussage-, Ausdrucks- und Appellcharakter sowie sein durch bestimmte Hervorhebungsmittel erzeugtes Wichtigkeitsrelief berücksichtigt werden. In der Regel wird auch die Lebenssituation des Autors, aus der das Gedicht hervorgegangen ist, in die Betrachtung mit einbezogen. Das Ergebnis erhebt nicht den Anspruch, die allein richtige Interpretation zu sein, wohl aber den, sich konsequent innerhalb des durch den Textbefund gesetzten Verständnisrahmens zu halten und insofern einen diesem angemessenen Deutungsvorschlag zu machen.
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45 Gernhardt: Ach

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Ach

Ach, noch in der letzten Stundewerde ich verbindlich sein.Klopft der Tod an meine Türe,rufe ich geschwind: Herein!

Woran soll es gehn? Ans Sterben?Hab ich zwar noch nie gemacht,doch wir werd’n das Kind schon schaukeln –na, das wäre ja gelacht!

Interessant so eine Sanduhr!Ja, die halt ich gern mal fest.Ach – und das ist Ihre Sense?Und die gibt mir dann den Rest?

Wohin soll ich mich jetzt wenden?Links? Von Ihnen aus gesehn?Ach, von mir aus! Bis zur Grube?Und wie soll es weitergehn?

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