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Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache

Akten des 44. Linguistischen Kolloquiums 2009 in Sofia

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Edited By Maria Grozeva-Minkova and Boris Naimushin

Dieser Band umfasst 56 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache, die auf dem 44. Linguistischen Kolloquium im September 2009 an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia gehalten wurden. Vortragende aus Europa, Asien und Australien behandelten unter dem Thema Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache die vielschichtigen Einflüsse der Globalisierung und der neuen Medien auf die Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Fragestellungen der gegenseitigen Beziehungen zwischen Sprache und Politik, Sprache und Kultur, Sprache und Gesellschaft werden in Bezug auf die interkulturelle Kommunikation und die Entwicklungstendenzen der Sprache analysiert.
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Syntaktisch-morphologische Aspekte der Passivierung im Deutschen

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← 570 | 571 → Mariola Wierzbicka (Rzeszów)

Der vorliegende Beitrag versteht sich als Fortführung einiger Überlegungen, die von mir in vorangegangenen Studien entwickelt und diskutiert worden sind, in denen das Ziel verfolgt worden ist, eine sprachwissenschaftliche Darstellung zur Syntax und Semantik des Passivs und der ergativen Verben zu liefern.1

In den Vorgängerstudien wurden zum einen verschiedene Ansätze zur Klassifizierung der Verben und der ihnen eigentümlichen syntaktischen Eigenschaften vorgestellt. Es wurde versucht, zu einer Einordnung der Verben und der Ursache ihres syntaktischen Verhaltens zu kommen und dabei sowohl den syntaktischen als auch den semantischen Aspekten gerecht zu werden. Für die Behandlung der semantischen Aspekte wurde die Fillmore’sche Kasusgrammatik2 herangezogen; der Behandlung der syntaktischen Aspekte lagen Analyseverfahren der Transformationsgrammatik zu Grunde.3 Zum anderen wurden Ergativitätstests im Deutschen ← 571 | 572 → dargestellt und ihre syntaktische Relevanz im Hinblick auf die Argumentstruktur überprüft.

In der vorliegenden Studie wird die Passivierung im Deutschen dargestellt und ihre syntaktische Relevanz im Hinblick auf die Argumentstruktur überprüft. Es wird das Passiv und die Passivfähigkeit deutscher Verben dargestellt, die in Abhängigkeit von semantischen und syntaktischen Kriterien definiert werden und deren Definition als Voraussetzung für die Beschreibung der Passiv-Derivation betrachtet wird. Außerdem wird auch nachgewiesen, dass zwischen zwei Sätzen eines Paares, die traditionell als Opposition (+/- transitiv) betrachtet werden, auf der Ebene der Tiefenstruktur Ergativ-Beziehungen bestehen, die auch in der morphologischen Distribution des Verbs evident werden und die Erarbeitung einer Verbtypologie in den...

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