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Ökumenische Tele-Visionen

Eine Analyse zu den Chancen überkonfessioneller Kooperation im Fernsehen

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Johannes Winkler

Inwieweit vermag das Fernsehen als eine Form der Öffentlichkeit die Ökumene voranzubringen? Über welche Möglichkeiten verfügt die Ökumene, die mediale Kommunikation der Kirchen zu verbessern? Die Arbeit untersucht die Chancen und Risiken ökumenischer Kooperation im Fernsehen. Dafür analysiert der Autor das Angebot religiöser Sendungen im deutschsprachigen TV und vergleicht qualitativ Religionsreportagen eines öffentlich-rechtlichen und eines privaten christlichen Senders. Ebenso werden die Mediendokumente der Kirchen und der ökumenischen Organisationen analysiert. Die Ergebnisse stellt der Autor den Modellen der Ökumene gegenüber. Es zeigt sich, dass hinsichtlich des Dialoges mit der pluralen Gesellschaft die überkonfessionelle Zusammenarbeit für Kirchen, Verkündigung und Ökumene von großem Nutzen sein kann.
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2.3.2.2.1 Eine konfessionsverschiedene Spurensuche

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Bibel TV möchte über die Heilige Schrift informieren. Doch sehen die Redakteure des Senders die Bibel als Verbalinspiration und vertreten daher eine wörtliche Auslegung? Oder tendieren sie eher zur historisch-kritischen Exegese? ← 112 | 113 → Aufschluss gibt die von Wolfgang Severin404 moderierte Sendung „Bibel TV Spurensuche – Was ist die Bibel?“ Beteiligt sind stets dieselben Gäste: Pater Alfred Seul OP vertritt die katholische Seite, Melanie Kirschstein die evangelisch-lutherische.405 Stefan Piechottka ist zwar ebenfalls Pfarrer in einer evangelischen Kirche, die jedoch von der Landeskirche finanziell und organisatorisch unabhängig ist. Im Gegensatz zu Frau Kirschstein vertritt er eine eher pietistische Richtung; man kann in ihm durchaus einen Vertreter der Freikirchen sehen.406

Der erste Teil der Sendung407 behandelt die Fragen nach dem Verhältnis von Schrift und Tradition und der Autorität, die im Zweifelsfall die Heilige Schrift auslegen dürfe. Im zweiten Teil geht es darum, wie wörtlich man das Alte und das Neue Testament nehmen könne. Nach einer Begrüßung kommt der Moderator gleich zum Gesprächsgegenstand:

SEVERIN:408 „[…] Wir sind jetzt, wie angekündigt, bei dem Thema: Wie WÖRTLICH ist denn die Bibel eigentlich zu nehmen, und dabei wird es, HOFFE ICH, auch große Unterschiede geben. Das macht sich ja fest an so Stellen, wegen mir jetzt auch an einem Streit, den es zuletzt gegeben hat, wie isses beispielsweise mit der Schöpfungsgeschichte? Ist das alles wörtlich zu nehmen (-) oder nicht? Wie ist es mit den vielen...

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