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Migration und kulturelle Diversität

Tagungsbeiträge des XII. Internationalen Türkischen Germanistik Kongresses- Bd. I: Literatur- und Übersetzungswissenschaft

Edited By Metin Toprak and Ali Osman Öztürk

Der erste Band enthält die literatur- und übersetzungswissenschaftlichen Beiträge des XII. Türkischen Internationalen Germanistik Kongresses, der im Mai 2014 in Kocaeli/Türkei unter dem Thema Migration und kulturelle Diversität stattfand. Der Band ist in zwei Hauptkapitel unterteilt und enthält insgesamt 33 Beiträge, die mehrheitlich der Sektion Literaturwissenschaft zugeordnet sind und in aller Breite an den Titel des Kongresses anknüpfen. Es handelt sich dabei auch um Überlegungen und Analysen aus dem Bereich der Übersetzungswissenschaft, deren Themen aber im Fokus der Migration und kulturellen Diversität behandelt werden.
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Zur Animalisierung und Infantilisierung des türkischen Mannes im deutschen Fernsehen anhand der ARD-Serie Türkisch für Anfänger

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Im Leben der Deutschen sind die Bilder vom Fremden fest verankert. Kein Bereich der Alltagskultur – vom Arbeitsplatz bis zum Wohnzimmer, von der Werbung bis zur Mode, vom Supermarkt bis zur Apotheke, vom Schlager bis zum Film – ist davon ausgeklammert. Stereotype werden geboren und pflanzen sich fort. Sie wirken sich auf das Zusammenleben mit ausländischen Mitbürgern aus, bilden mitunter den Humus für Fremdenhaß, Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Nationalismus. […] Das freilich geistig-unbequeme Bewußtmachen von Stereotypen und Vor-Urteilen ist aber oftmals der erste Schritt zu ihrem Abbau, zum Sich-Zusammensetzen und Zusammenleben mit Fremden. (Lorbeer / Wild 1991: 6)

Einleitende Bemerkungen

In der vorliegenden Arbeit wird Kreation und Stereotypisierung1 von türkischen Jugendlichen im deutschen Fernsehen (und damit implizit im deutschen Alltag) Rechnung getragen. Aufgerollt wird insbesondere das mittels der sich ausgesprochener Beliebtheit erfreuenden Fernsehserie Türkisch für Anfänger (deren drei Staffeln zum ersten Mal in Deutschland zwischen dem 14.03.2006 und dem 12.12.2008 ausgestrahlt wurden und die in der vorliegenden Arbeit weiter als TfA genannt wird) tradierte Bild des als tierisch und / oder exotisch stigmatisierten jungen Türken, der aufgrund ihm unterstellter triebgelenkter Ursprünglichkeit (primitiver Männlichkeit) und Infantilität im scherzhaften Rahmen permanent mit dem Affen bzw. Affenmenschen (Tarzan) verglichen wird. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Konzept der Gleichsetzung Tarzans mit Cem zu präsentieren, ← 279 | 280 → zu hinterfragen und im Endeffekt als nicht adäquat, sachlich unbegründet und ungerecht den Betroffenen gegenüber darzustellen. Als...

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