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Pragmantax II

Zum aktuellen Stand der Linguistik und ihrer Teildisziplinen- Akten des 43. Linguistischen Kolloquiums in Magdeburg 2008- The Present State of Linguistics and its Sub-Disciplines- Proceedings of the 43 rd Linguistics Colloquium, Magdeburg

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Edited By Katrin Schöpe, Renate Belentschikow, Angelika Bergien and Armin Burkhardt

Dieser Band vereinigt 63 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache. Er repräsentiert ein breites Spektrum an Themen und Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen der Linguistik und versucht damit eine kritische Bestandsaufnahme des Faches. Die Beiträge widmen sich Fragestellungen aus den Gebieten der Grammatik, Semantik, Text- und Diskurspragmatik sowie der Angewandten Linguistik. Aufsätze zur kontrastiven Linguistik und zur Fremdsprachendidaktik runden den Band ab.
This volume contains the revised versions of 63 papers, written in German, English and French. It considers a broad spectrum of topics and findings from various areas of linguistics and thereby offers a critical review of the field. The authors address questions ranging from grammar, semantics, text and discourse pragmatics to issues from the field of applied linguistics. The volume is concluded by studies on contrastive linguistics and foreign language pedagogy.
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Muss man Spracherhebungen ernst nehmen? Zur Interpretation von Umfrageergebnissen zum Niederdeutschen

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Ursula Föllner, Magdeburg

1 Vorbemerkung

Als die UN-Generalversammlung das Jahr 2008 als „Jahr der Sprachen“ deklarierte, war dies ein deutliches Zeichen für die Relevanz sprachpolitischer Entwicklungen in internationalen Dimensionen. Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesen Zusammenhängen, so auch im Kontext des durch die EU ebenfalls für 2008 ausgerufenen „Europäischen Jahres des interkulturellen Dialoges“, den so genannten „kleinen Sprachen“, die durch ihre geringe Sprecherzahl akut vom ,Aussterben“ bedroht sind. Betrachtet man jedoch die Wirksamkeit derartiger Deklarationen hinsichtlich ihrer Konsequenzen für eine effektvolle Förderung der in ihrem Fortleben bedrohten Sprachen, so hält sich diese in sehr engen Grenzen, zumal eine Förderung des Gebrauchs und der Weitergabe dieser Sprachen zumeist in Konkurrenz zur Lösung existenzieller humanitärer Probleme steht.

Für den Geltungsbereich des Niederdeutschen, dessen Untersuchung im Mittelpunkt der folgenden Ausführungen stehen soll, gestaltet sich die Situation weitaus günstiger. Einerseits wird diese Regionalsprache nach Schätzungen des Bundesrates für Niederdeutsch immerhin noch von ca. 6 Mill. Menschen1 gesprochen, und andererseits ist sie Kommunikationsmittel in einem vergleichsweise reichen Industrieland. Mithin bestehen auf den ersten Blick gute Voraussetzungen, der im Jahre 1999 beschlossenen „Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen“ gerecht zu werden. Für das Bundesland Sachsen-Anhalt, auf dessen Sprachverhältnisse noch genauer eingegangen werden soll, liegt über die Europäische Gesetzgebung hinaus seit dem Jahr 1991 ← 677 | 678 → ein Beschluss des Landtages (1/24/908 B) zur Förderung von Dialekten und Dialektgruppen vor...

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