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Finnische Germanistentagung 2012

Einblicke und Aussichten

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Edited By Irma Hyvärinen, Ulrike Richter-Vapaatalo and Jouni Rostila

Die Finnische Germanistentagung 2012 brachte rund 70 FachkollegInnen aus dem ganzen Land nach Helsinki. Im Dialog mit renommierten WissenschaftlerInnen aus dem Ausland thematisierten sie Aktuelles in Forschung und Lehre. Dieser Band enthält die Plenarvorträge und ausgewählte, in einem Referee-Verfahren begutachtete Sektionsbeiträge in vier Blöcken: «Einblicke in die Lage des Deutschen in Finnland», «Deutsch im Gebrauch», «Deutsch im Unterricht» und «Literatur als Kulturgut». Die rege Beteiligung und die Bandbreite der Tagung beweisen, dass es nicht schlecht bestellt ist um die finnische Germanistik, dass es jedoch gemeinsamer Bemühungen bedarf, um die akademische Existenz und den traditionell hohen Standard des Fachbereichs auch weiterhin zu sichern.
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Plurizentrizität im finnischen DaF-Unterricht Ein Blick in Lehrpläne und DaF-Lehrwerke von den 1980er Jahren bis heute: Minna Maijala

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Die Plurizentrizität, d. h. die Berücksichtigung unterschiedlicher Regionen im Zielsprachengebiet und ihrer Sprache und Kultur, bildet ein interkulturelles Anliegen an den Unterricht Deutsch als Fremdsprache. In der Fachliteratur wird heutzutage davon ausgegangen, dass die sprachliche und kulturelle Variation in ihren vielen Facetten zu den zentralen Inhalten des DaF-Unterrichts gehört. Die Zahl der empirischen Forschungsbeiträge zur Plurizentrizität der deutschen Sprache ist in den letzten Jahrzehnten stetig angestiegen. Zum Beispiel fassen die Publikationen von Neuland (2003; 2006; 2008) die bisherigen Leistungen zusammen und geben zahlreiche Anregungen für weitere Forschungen. Die Sicht von außen kommt meistens durch die Beiträge von Auslandsgermanisten besonders deutlich zur Geltung (siehe z. B. Földes 2003; Durrell 2006; Colliander 2006). Im internationalen DaF-Unterricht wird seit Ende der 1980er Jahre oft vom sogenannten D-A-CH- oder D-A-CH-L-Konzept gesprochen, dem zufolge der deutschsprachige Raum im kulturellen Deutschunterricht mit seinen regionalen sprachlichen und kulturellen Besonderheiten erscheinen sollte (siehe im Einzelnen unter anderem Hackl u. a. 1997).

Gerade aus der Perspektive des Deutschunterrichts im nicht-deutschsprachigen Ausland stellt sich oft die Frage, inwieweit und wie die sprachliche und kulturelle Variation im deutschsprachigen Raum in der Unterrichtspraxis berücksichtigt werden sollte. Wie eine Untersuchung der in Erinnerung behaltenen kulturellen Themenbereiche im universitären Deutschunterricht zeigt, bilden die sprachlichen und kulturellen Unterschiede ein wichtiges Thema im DaF-Unterricht und wecken bei Studierenden Interesse und Neugier (s. im Einzelnen Maijala 2009a, 380f.). Heute ist das Einbeziehen aller deutschsprachigen Länder auch zu einem Kriterium der DaF-Lehrwerke geworden – zumindest...

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