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Materialität und Medialität der sprachlichen Kommunikation - Materiality and Mediality of Linguistic Communication

Akten des 47. Linguistischen Kolloquiums in Olsztyn 2012 - Proceedings of the 47 th Linguistics Colloquium in Olsztyn 2012

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Edited By Ewa Zebrowska, Mariola Jaworska and Dirk Steinhoff

Dieser Band versammelt Beiträge des 47. Linguistischen Kolloquiums an der Universität Olsztyn (Polen) zum Thema Materialität und Medialität der sprachlichen Kommunikation. In den beiden letzten Jahrzehnten haben die Medien in allen Lebensbereichen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Wahl des Rahmenthemas trägt dem Rechnung und macht zugleich deutlich, dass sich auch die sprachwissenschaftliche Forschung zunehmend für Formen und Inhalte medialer Kommunikation interessiert, indem sie sprachliche Äußerungen in ihrem kommunikativen, funktionalen und kulturellen Kontext zum Gegenstand der Untersuchung macht.
This volume encompasses contributions of the 47 th Linguistics Colloquium at the University of Olsztyn (Poland) concerning the Materiality and Mediality of Linguistic Communication. In the last two decades, linguists have expressed a growing interest in the increasing presence of the media in all areas of life. Against this background, linguistic utterances in their communicative, functional, medial and cultural context have become subjects of research.
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„Eh, ich sing’ ja nicht, um gehört zu werden“. Ein Beitrag zur Bedeutungskonstitution idiolektaler Ausdrücke am Beispiel gesungener Texte aus dem polnischen West-Roztocze

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Grzegorz Pawłowski (Warszawa)

Das Incipit eines regionalen Liedes (pl. „Ej, nie na to ja śpiewam, żebyście słyszeli“) aus dem polnischen West-Roztocze lässt auf den ersten Blick vermuten, dass die Sängerin mit dem Lied lediglich dessen kognitive Funktionen realisiert, ohne dass damit kommunikative Absichten intendiert werden. Beim näheren Betrachten soll sich jedoch herausstellen, dass durch gesungene Texte dieser Region nicht nur ein ganz konkreter, sondern vor allem für die Sängerin ein spezifischer, epistemischer und vielleicht für West-Roztocze ein (proto )typischer Wissensrahmen zum Ausdruck gebracht wird, welcher die Bedeutungskonstitution einzelner (Schlüssel-)Ausdrücke ganz und gar voraussetzt und diese letzteren überhaupt erst verständlich macht.

Die eigentlichen Fragen lauten: (1) Was konstituiert Bedeutung? (2) Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? (3) Was setzt die adäquate Deutung von idiolektalen Ausdrücken voraus? Um diese Fragen zu klären, gebe ich zunächst eine Erläuterung zum Textkorpus. Danach komme ich zu den Forschungsthesen, -konzepten und -aufgaben, die im Rahmen der epistemologisch profilierten Semantik erörtert werden (sollen). Zum Schluss widme ich mich exemplarisch der semantischen Analyse von einigen gesungenen regionalen Texten aus dem West Roztocze, um zu dokumentieren, dass mit dem um die epistemologische Perspektive ergänzten Analysemodell der Frame- und der epistemologischen Semantik ein entscheidender Schritt getan wird.

Bei dem Korpus handelt es sich um ein Exzerpt aus dem Tonarchiv des Instituts für Kunst der Polnischen Akademie der Wissenschaften (Instytut Sztuki Polskiej Akademii Nauk...

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