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Betriebliche und unternehmerische Dimensionen des demografischen Wandels

Kleine und mittlere Unternehmen in Sachsen-Anhalt im Spannungsfeld von Fachkräftemangel und neuen Absatzpotenzialen

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Edited By Walter Thomi

Der demografische Wandel und die Wirkungen der daraus resultierenden Alterung der Bevölkerung sind zweifelsohne im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Seine Auswirkungen und die damit verbundenen Konsequenzen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen werden dagegen bestenfalls als Fachkräftemangel wahrgenommen. Die in diesem Band versammelten Beiträge setzen sich zunächst mit dem generellen Wirkungsgefüge zwischen Demografie und Wirtschaft auseinander, um dann auf Basis von aktuellen Untersuchungsergebnissen die innerbetrieblichen aber auch unternehmerischen Probleme und Lösungsoptionen am Beispiel der KMUs in Sachsen-Anhalt vorzustellen. In weiteren Beiträgen werden die mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft verbundenen neuen Absatzpotenziale einer wachsenden Seniorenwirtschaft generell und sektoral vorgestellt und kritisch bewertet.
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1 Unternehmen im Wirkungsgefüge des demografischen Wandels

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Unternehmen im Wirkungsgefüge des demografischen Wandels

Walter Thomi

Abstract

Der Beitrag verdeutlicht mit Hilfe eines Modells die Wirkungszusammenhänge zwischen Demografie und Gesellschaft und beschreibt Merkmale des demografischen Wandels auf internationaler und nationaler Ebene. Die volkswirtschaftliche Dimension wird insbesondere in Bezug auf ihre Gestaltbarkeit thematisiert. Als Stellschrauben werden die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, die Erhöhung der altersspezifischen Erwerbsquoten und eine Erhöhung der Arbeitsproduktivität diskutiert. Der Diskussionsstand zur betrieblichen Dimension des Wandels wird ebenso angesprochen wie abschließend sein räumlich und regional sehr heterogenes Wirkungsgefüge.

1.1 Einleitung

Eigentlich handelt es sich um ein die Menschheitsgeschichte in verschiedensten Variationen immer schon begleitendes Phänomen: Natürliche und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussten die Bevölkerungsentwicklung ebenso wie diese wiederum Rückwirkungen auf die gesellschaftlichen Entwicklungen nahm (TÖBBE 2000). Häufig waren es in früheren Zeiten limitierende Erträge oder Ernteausfälle, die eine Population begrenzten oder gar reduzierten. Klimatische Warmphasen mit besseren Erträgen führten dagegen zu Bevölkerungswachstum (RÖSENER 2010; BEHRINGER 2007) und Ausdehnung der Ökumene. Stets waren damit inkrementale oder auch radikale Veränderungen im gesellschaftlichen Gefüge verbunden. Die schwarze Pest im Mittelalter reduzierte Europas Bevölkerung in erheblichem Maße. Die damit verbundene Verknappung von Arbeitskräften führte in England zu Konzessionen des Feudaladels gegenüber den Bauern, woraus sich in einer komplexen, keinesfalls deterministischen Wirkungskette die Voraussetzungen entwickelten, die letztlich dann im 18.Jahrhundert zur Herausbildung...

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