Show Less
Restricted access

Betriebliche und unternehmerische Dimensionen des demografischen Wandels

Kleine und mittlere Unternehmen in Sachsen-Anhalt im Spannungsfeld von Fachkräftemangel und neuen Absatzpotenzialen

Series:

Edited By Walter Thomi

Der demografische Wandel und die Wirkungen der daraus resultierenden Alterung der Bevölkerung sind zweifelsohne im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Seine Auswirkungen und die damit verbundenen Konsequenzen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen werden dagegen bestenfalls als Fachkräftemangel wahrgenommen. Die in diesem Band versammelten Beiträge setzen sich zunächst mit dem generellen Wirkungsgefüge zwischen Demografie und Wirtschaft auseinander, um dann auf Basis von aktuellen Untersuchungsergebnissen die innerbetrieblichen aber auch unternehmerischen Probleme und Lösungsoptionen am Beispiel der KMUs in Sachsen-Anhalt vorzustellen. In weiteren Beiträgen werden die mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft verbundenen neuen Absatzpotenziale einer wachsenden Seniorenwirtschaft generell und sektoral vorgestellt und kritisch bewertet.
Show Summary Details
Restricted access

6 Seniorenwirtschaft als neuer Absatzmarkt: Potentiale und Chancen fürkleineund mittlere Unternehmen

Extract

| 99 →

Seniorenwirtschaft als neuer Absatzmarkt: Potentiale und Chancen für kleine und mittlere Unternehmen

Vera Gerling

Abstract

Der Beitrag „Seniorenwirtschaft als neuer Absatzmarkt: Potentiale und Chancen für KMU“ gliedert sich in fünf Teile. Ausgehend von einem kurzen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Seniorenwirtschaft werden die Charakteristika und Segmente dieses Wachstumsmarktes dargestellt. Es folgt eine kritische Darstellung der heterogenen Zielgruppe der älteren Verbraucherinnen und Verbraucher und ihrer Betrachtung durch die Marktforschung. Im Anschluss wird ein Überblick über aktuelle und künftige Branchen der Seniorenwirtschaft mit Beispielen guter Praxis gegeben. Im letzten Teil werden Herausforderungen, Chancen und Lösungsansätze kleiner und mittlerer Betriebe im demografischen Wandel behandelt und Tipps zur Positionierung in der Seniorenwirtschaft gegeben.

6.1 Seniorenwirtschaft: Geschichte und Entwicklung

Das Thema Seniorenwirtschaft hat in den letzten 15 Jahren einen starken Bedeutungszuwachs erfahren. Zurückzuführen ist dies auf den demografischen Wandel und damit verbundenen wachsenden Anteilen älterer Menschen in der Gesellschaft, einem gestiegenen Produktivitätspotential älterer Menschen (im Sinne der Verfügbarkeit über die Ressourcen Zeit, Bildung und Mobilität), ihrer gewachsenen Wirtschaftskraft und Veränderungen im Konsum.

Darauf hat schon das 1999 veröffentlichte „Memorandum Wirtschaftskraft Alter“ der Forschungsgesellschaft für Gerontologie, Dortmund (FfG) und des Institutes Arbeit und Technik, Gelsenkirchen (IAT) hingewiesen. Dieses war die erste Veröffentlichung, die einen Perspektivwechsel auf den demografischen Wandel anmahnte – weg von einer primären gesellschaftlichen Belastung und Bedrohung hin zu damit verbundenen Chancen...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.