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Cognitive Explorations into Metaphor and Metonymy

Edited By Frank Polzenhagen, Zoltan Kövecses, Stefanie Vogelbacher and Sonja Kleinke

This volume presents selected contributions to an annual symposium on metaphor and metonymy held at the English Department of Heidelberg University. It brings together papers by lecturers, PhD students and graduates from three universities – Heidelberg University, Eötvös Loránd University in Budapest, and the University of East Anglia in Norwich. The contributions illustrate the plurality of perspectives and methods in current cognitive-linguistic research on metaphor and metonymy and exemplify some of the ways in which they can be combined. The papers also attest to the wide range of domains and topics to which metaphor- and metonymy-based research can be applied, including emotion terms, political and scientific discourse, morphology, cross-cultural variation and internet communication.
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Wenn das ‚Embodiment‘ politisch wird:Das Image-Schema Path und seine Realisierung im Mediendiskurs zum „Arabischen Frühling” (2010–11): Alexandra Núñez

1. Einleitung

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Wenn das ‚Embodiment‘ politisch wird:Das Image-Schema PATH und seine Realisierung im Mediendiskurs zum „Arabischen Frühling” (2010–11)

    Alexandra Núñez (Heidelberg)

Im Fokus dieses Beitrags stehen die außereuropäischen Ereignisse in der MENA-Region (Middle-East-North-Western) und ihre mediale Darstellung in den deutschsprachigen überregionalen Printmedien aus dem Jahr 2010–11. Ziel dieses Beitrags ist es nach einer kurzen Darlegung der relationalen Konzepte ‚Embodiment‘,1 ‚Image-Schema‘ und ‚konzeptuelle Metapher‘ (Abschnitt 2) und der Analyseprämissen (Abschnitt 3) den heuristischen Nutzen der Image-Schemata anhand des PATH-Schemas für eine korpusbasierte Mediendiskursanalyse aufzuzeigen. Die in Abschnitt 4 folgende onomasiologische Betrachtung des Lexems „Weg“ dient der Eruierung konventionalisierter Bedeutungsstandards und bildet die Grundlage für die korpusbasierte Mediendiskursanalyse (Abschnitt 5). Das PATH-Schema – und dies gilt es exemplarisch zu zeigen – weist in den analysierten Zeitungskommentaren zum „Arabischen Frühling“ hinsichtlich der Ereignisentwicklung auf demokratisch-liberale, kurz: westliche Erwartungshaltungen hin und liefert dem deutschsprachigen Rezipienten zugleich ein vereinfachendes Interpretationsmodell der Ereignisse. Den Abschluss des Beitrags bildet schließlich ein zusammenfassendes Resümee (Abschnitt 6).

Die heuristische Forschungshypothese, dass Embodiment grundlegend für kategoriale Prozesse kultureller Wissensordnungen und sprachliche Bedeutungskonstitution ist, bildet eine Kernprämisse innerhalb der Kognitiven ← 149 | 150 → Linguistik und sorgt für divergierende Definitionsansätze (vgl. dazu Rohrer 2007; zu den weiteren Prämissen siehe Evans & Green 2006). Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wo Embodiment genau zu situieren ist und welchen Einfluss dieses auf das Symbolsystem Sprache besitzt. Ausgangspunkt bildet die Annahme, dass wir uns auf...

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