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Ungeduld der Erkenntnis

Eine klischeewidrige Festschrift für Hubert Orłowski

Edited By Wlodzimierz Bialik, Czeslaw Karolak and Maria Wojtczak

Der Sammelband stellt eine Festschrift zum 77. Geburtstag von Professor Hubert Orłowski, dem namhaften polnischen Germanisten dar und setzt sich aus Beiträgen seiner Freunde und Schüler zusammen. Die Festschrift präsentiert ein breites, mit den Forschungsschwerpunkten des Jubilars korrespondierendes Spektrum der Themenschwerpunkte. Sie beziehen sich – unter anderem – auf historische Fremdbild- und Stereotypenforschung, auf exemplarische Fragen und implizit vergleichende Analysen zur deutschen und polnischen Exilliteratur und Kultur im Schatten der NS-Ideologie sowie zu topographisch akzentuierter Erinnerungskultur in vergleichender deutsch-polnischer Perspektive.
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„Offener Regionalismus“ – eine praktische Bürgerphilosophie. In memoriam Lew Kopelew (1912-1997): Robert Traba / Olsztyn, Berlin

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Im Jahr 2004 erhielt die Stiftung und Kulturgemeinschaft „Borussia“ den Lew Kopelew-Preis für ihr Engagement für den Frieden und die Menschenrechte. Adam Michnik, Oppositioneller aus der Zeit der Volksrepublik Polen, gegenwärtig Chefredakteur der größten polnischen Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“, sagte in seiner Laudatio:

Im Jahre 1945 reiste der polnische Bildhauer Ksawery Dunikowski durch Schlesien. Überall sah er Sockel, Überbleibsel der Standbilder von Adolf Hitler. Er soll damals gesagt haben: „Es gibt nichts in der Welt, das ebenso unbeständig ist wie Denkmäler.“ Borussia hat bereits ein Denkmal erbaut und baut immer noch an ihm. Es wird dauerhafter sein als die Monumente von Hitler und Stalin – weil es auf Wahrheit und Freiheit gebaut ist. Im Jahre 1996 sagte Robert Traba, der von mir sehr geschätzte Historiker, Essayist und Vorsitzende von „Borussia“: „Die Tendenz, das Polentum traditionsgemäß in nationalistischen Kategorien zu verstehen, ist weiterhin sehr stark vorhanden. Neben traditioneller Haltung ist jedoch eine neue Chance in Form von kulturellen und gesellschaftlichen Initiativen aufgetaucht, die mit der Idee der ‚Rückkehr zur kleinen Heimat‘ oder der ‚regionalen Idee‘ verbunden sind. […] Wir von ‚Borussia‘ […] haben unsere Perspektive – metaphorisch gesagt, unsere Bemühung, ‚Polen neu zu schreiben‘ – als ‚offenen Regionalismus‘ bezeichnet. Hinter diesem Begriff verbirgt sich der Versuch, den größten unser gesellschaftliches Leben vor 1989 belastenden Mangel zu überwinden: die Abgeschlossenheit der Gesellschaft und fehlende Kontakte zu den Nachbarn, insbesondere zu Westlitauen und zum Kaliningrader Gebiet.“ (s. 16)

Zum Schluss fügte Michnik hinzu:

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