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Scientific Visualisation

Epistemic Weight and Surpluses

Marianne Richter

Much of the recent confidence in the future of science and technology stems from advances in scientific visualisation. But is it right to assume that visual – and especially pictorial – measures carry special epistemic weight in the context of scientific reasoning? Do pictorial approaches have any surpluses, compared to other semiotic types? This book delves into these issues from the point of view of the philosophy of science. New examples from the field of scientific visualisation are introduced in order to account for the epistemic weight and surpluses of syntactically dense – pictorial – symbol systems.
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Diese Arbeit ist wie andere wissenschaftstheoretische Forschungsarbeiten der jüngeren Zeit aus der Überzeugung heraus entstanden, dass sich diejenigen Verfahren, von denen – ungeachtet aller Kontingenzen der wissenschaftlichen Praxis – angenommen wird, dass sie zentrale funktionale Module wissenschaftlicher Forschung und Wissensbildung darstellen, nämlich die Darstellung beziehungsweise die Repräsentation selbst und die Argumentation, nicht auf sprachliche Instanzen reduzieren lassen. Kurz gesagt: Ein rein sprachbasierter Begriff von Wissenschaft scheint seinem Gegenstand nicht gerecht zu werden. Diese Arbeit ist daher der Gegenintuition gewidmet: Es wird gezeigt, dass non-verbale und unter diesen vor allem bildliche Mittel zu berücksichtigen sind, und tatsächlich auch berücksichtigt werden können, wenn es darum geht, die genannten Verfahren so zu modellieren, dass sich Aussagen über die funktionale Integrierbarkeit unterschiedlicher Symbolsysteme (das heißt über deren epistemischen Status) und über systemspezifische Leistungen (das epistemische Surplus) treffen lassen.

Die große Herausforderung dieser Forschungsarbeit war es, die beiden Fragen nach dem epistemischen Status (epistemic weight) und den systemspezifischen Leistungen (epistemic surpluses) bildlicher Mittel zu operationalisieren. Es ging also darum, die in den beiden Fragen genannten begrifflichen Variablen in ihrem Verhältnis zueinander so zu bestimmen, dass sich konkrete Bedingungen angeben lassen, unter denen sie gelten, das heißt unter denen etwas bildlich, systematisch relevant und besonders leistungsfähig ist. Gleichzeitig sollten diese Bedingungen auch so bestimmt sein, dass sie Beispiele aus der Praxis beziehungsweise die aus der Erfahrung gewonnenen Intuitionen absorbierbar und begreiflich machen können. Auf einer solchen Grundlage, so war die Idee, könnte,...

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