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Wirtschaftsmacht Afrika

Wachstumspole, Potenziale und Perspektiven

Edited By Salua Nour and Ekkehard Münzing

Mit diesem Sammelband wird ein Beitrag zur aktuell kontrovers geführten Debatte über die Potenziale und Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung Subsahara-Afrikas geleistet. Anders als die vom pessimistischen Diskurs oder von Schönfärberei geprägten Untersuchungen der Probleme und Chancen dieser Region basieren die Analysen von 20 renommierten Afrika-Experten in diesem Sammelband auf der Absicht, die Ursachen für den chronischen Widerspruch zwischen dem Reichtum dieser Region an Produktionsfaktoren und der Perpetuierung ihrer Lage als Hauptkrisenregion im weltweiten Vergleich aufzudecken. Ausgehend von der Bestimmung ihrer Potenziale werden zwei Fragen erörtert: a) nach den vielfältigen Faktoren, die deren Nutzung behindern, und b) nach der Möglichkeit der Überwindung dieser Faktoren.
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Einführung

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Subsahara-Afrika vom Krisen-Kontinent zur Wirtschaftsmacht? Ein Plädoyer für einen Paradigmenwechsel in der Afrika-Forschung

Salua Nour

Zusammenfassung

Die Auseinandersetzung mit Subsahara-Afrika2 (SSA) in Medien und Forschung ist von einem negativen Afrika-Bild dominiert. Das Bild reflektiert nur Teilaspekte der afrikanischen Realität; es hat sich bislang jedoch gegenüber Bemühungen um seine Korrektur als gefeit erwiesen. Neuerdings wird in Studien und Berichten über die Wachstumsperspektiven Afrikas ein hoffnungsvolleres Bild von dieser Region gezeichnet. Obwohl damit positive Informationen über Afrikas Potenzial für die Überwindung seiner scheinbar chronischen Notlage verbreitet werden, wird damit kein erkennbarer Beitrag zur Lösung seiner vorrangigen Probleme geleistet.

In diesem Beitrag wird argumentiert, dass diese Sachlage auf das defizitäre Paradigma zurückzuführen ist, das der Auseinandersetzung mit SSA zugrundeliegt und sowohl die Konstruktion der dominanten negativen Bilder von dieser Region als auch der gelegentlichen positiven, die afrikanische Realität ebenso wenig reflektierenden Bilder davon bedingt. Das Paradigma bestimmt den Blickwinkel, aus dem SSA betrachtet wird, sowie das dieser Region entgegengebrachte Erkenntnisinteresse, die bei der Analyse afrikanischer Verhältnisse eingesetzten Untersuchungsmethoden und schließlich das Verhältnis von Erkenntnis und Handeln im Umgang mit Afrikas Problemen. Aufgrund des vorherrschenden Paradigmas werden zum Einen Erkenntnisse auf deskriptivem Weg oder durch die Untersuchung von Teilaspekten der Realität gewonnen und als Erklärungen für die beobachteten Abläufe ohne Anspruch auf deren Beeinflussung angeboten, und zum Anderen im Kontext der in den bestehenden Machtverhältnissen eingebundenen praktischen...

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