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Körpersprache und Körperwahrnehmung im Geschlechterdiskurs

Beiträge zum 3. Tag der Frauen- und Geschlechterforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Heidi Ritter

Trifft die Frage nach Körpersprache und Körperwahrnehmung im Geschlechterdiskurs einen Kernpunkt heutiger Frauen- und Geschlechterforschung? Hat dieses Thema einen Bezug, der hineinreicht in unsere gesellschaftliche Wirklichkeit, in der es immer noch um die gleichberechtigten Chancen der Geschlechter geht? Der Band, hervorgegangen aus Beiträgen zum 3. Tag der Frauen- und Geschlechterforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, gibt Antworten aus den unterschiedlichen Perspektiven der Erziehungs- und Sozialwissenschaften, der Sprechwissenschaft und der Literaturwissenschaft sowie der Medientheorie und der Orientwissenschaft. In den Analysen wird deutlich, in welch starkem Maße die Körper von Mann und Frau sowohl in der eigenen als auch der fremden Körperwahrnehmung «mit den Bedeutungskontexten eines Geschlechts überzogen» werden (Barbara Rendtorff) und von diesen auf sie projizierten Diskursen auch weitgehend ihr Handeln bestimmen lassen.
Aus dem Inhalt: Heidi Ritter: Einleitung – Barbara Rendtorff: Der geschlechtliche Körper und seine Bedeutungen - Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung – Ines Bose: Inszenierung von ‘weiblichem und männlichem’ Sprechausdruck im kindlichen Rollenspiel – Simone Hess: Gesundheitsbildung - Suchbewegungen nach einem körperlich gefühlten Ich. Das erwachsenenpädagogische Angebot als Indikator gesellschaftlicher Bedürfnisse und deren Transformation in Bildung – Kathrin van der Meer: Der unerhörte Körper. Gustave Flauberts Madame Bovary – Eva Boesenberg: Natur versus Kultur. Der paradoxe männliche Körper in Howells’ The Rise of Silas Lapham – Katrin Greiner: Kranker Körper - Kranker Staat. Wandlungen im Bild kranker Frauen bei Christa Wolf – Jutta Jahn: Strategien für Begehrlichkeiten. Eindeutiges und Uneindeutiges in den Körperpräsentationen der Werbung – Hanne Schönig: Dekorative und olfaktorische Körperinszenierung jemenitischer Frauen – Sylvia Korch: Schlusswort.