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Deutschland – ein Land ohne revolutionäre Traditionen?

Revolutionen im Deutschland des 19. und 20. Jahrhunderts im Lichte neuerer geistes- und kulturgeschichtlicher Erkenntnisse

Riccardo Bavaj and Florentine Fritzen

Der Band enthält die Ergebnisse eines Kolloquiums, das vom 7. bis zum 9. November 2003 in Frankfurt am Main veranstaltet wurde. In zehn Beiträgen werden vermeintliche oder tatsächliche Revolutionen der neueren deutschen Geschichte aus einer geistes- und kulturgeschichtlichen Perspektive beleuchtet. Überwiegend Vertreter einer jüngeren Historikergeneration, werfen die Autoren einen «frischen» Blick auf die revolutionären und «revolutionären» Ereignisse von 1848/49, 1918/19, 1933, 1953, 1968 und 1989/90 sowie die «bürokratische Revolution» des europäischen Integrationsprozesses.
Aus dem Inhalt: Dieter Hein: Der Abzweig in den falschen Seitenpfad? Die Revolution von 1848/49 und die deutsche Geschichte – Joachim Willems: Überlegungen zur Typisierung von Revolutionskonzeptionen - Die Konstruktion eines mystisch-anarchistischen Typus am Beispiel Gustav Landauers und Carl Vogls – Christoph Jahr: Revolution im Schatten - Kulturgeschichtliche Aspekte des Umsturzes in Bayern 1918/19 – Barbara Könczöl: Auf der Suche nach einer eigenen Tradition - Die SED und das ambivalente Erbe der deutschen Arbeiterbewegung – Holger Löttel: Revolutionsverständnis und revolutionärer Anspruch im politischen Denken der nationalsozialistischen Führungselite – Ilko-Sascha Kowalczuk: «17. Juni» 1953 - Gescheitert, verdrängt, wiederentdeckt – Riccardo Bavaj: Die 68er-Bewegung - Ursprünge und Grundzüge des politischen Denkens der antiautoritären Führungsspitze um Rudi Dutschke – Florentine Fritzen: Die Berliner «Kommunen» - Träger einer «Kulturrevolution» von 1968? – Silvia Daniel: Geglückt oder abgebrochen? Die Revolution von 1989 in historiographischen Deutungen und kollektiven Erinnerungen – Sebastian Wolf: Revolution durch Integration - Supranationalismus und die Europäische Union.