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Großfürstin Marija Pavlovna

Ein Leben in Zarenreich und Emigration- Vom Wandel aristokratischer Lebensformen im 20. Jahrhundert

Marion Mienert

Marija Pavlovna, Kusine des letzten russischen Zaren, wurde 1890 in St. Petersburg geboren und durchlief eine im russischen Herrscherhaus übliche Erziehung. Ihre Ehe mit dem schwedischen Prinzen Wilhelm endete nach nur fünf Jahren 1913 mit einer Scheidung. Die Revolution von 1917 bedeutete für sie wie für unzählige andere Russen Emigration und fortdauerndes Exil. Um Geld zu verdienen, eröffnete sie in Paris zunächst ein Modeatelier, arbeitete später in den USA als Journalistin und Fotografin und starb schließlich 1958 im deutschen Konstanz. Die biographische Studie untersucht das Leben der Großfürstin in den Umbruchjahren des 20. Jahrhunderts. Sie handelt vom Selbstverständnis des russischen Herrscherhauses und seiner Selbstinszenierung, von der Sozialisierung heranwachsender junger Frauen in der traditionsverhafteten Welt der Romanovs und schließlich von ihren Überlebensstrategien in der Emigration.
Aus dem Inhalt: Sozialisation und Erziehung im Haus Romanov – Hocharistokratische Verhaltensnormen und Wertvorstellungen – Russische Emigration – Alltag und Standesethos im Exil – Repräsentative und massenmediale Öffentlichkeit.