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Sprache – Literatur – Kultur: Studien zur slavischen Philologie und Geistesgeschichte

Festschrift für Gerhard Ressel zum 60. Geburtstag

Thomas Bruns and Henrieke Stahl

Mit der Vollendung seines 60. Geburtstages im März 2005 kann Gerhard Ressel, Inhaber des Lehrstuhls für slavische Philologie an der Universität Trier, auf mehr als 30 Jahre fruchtbare Tätigkeit als Wissenschaftler und Hochschullehrer zurückblicken. Die Wahl des Titels der Festschrift Sprache – Literatur – Kultur: Studien zur slavischen Philologie und Geistesgeschichte bezeichnet die Spannweite der Beiträge, die den Bogen von einzelphilologischen Aspekten der Slavistik bis zu übergreifenden, interdisziplinär geöffneten kultur- und geisteswissenschaftlichen Fragestellungen im gesamteuropäischen Kontext schlägt. In diesem breiten Spektrum spiegeln sich die wissenschaftlichen Interessen und Kontakte des Jubilars, der die Slavische Philologie in einem umfassend-vergleichenden, sowohl sprach- wie literaturwissenschaftliche Ansätze berücksichtigenden Sinne vertritt und sie im Hinblick auf geistes- und kulturgeschichtliche Dimensionen erweitert.
Aus dem Inhalt: Hans Peter Althaus: Bulg. tinnef, serb. krumpirn, slowen. schmock? Zur Lehnwortforschung am Beispiel jidd. masik – Antonella d’Amelia: Bal kak zreliščnyj i političeskij ritual v Rossii XVIII veka – N. D. Arutjunova: Otzvuki bylych epoch v sovremennom russkom jazyke – Danilo N. Basta: Hans Kelsens fragwürdige Destruktion der Gerechtigkeit – France Bernik: Lyrik und Übersetzbarkeit der Lyrik – Michaela Böhmig: Zur Genese des neapolitanischen Improvisators in Puškins «Egipetskie noči» – Sergio Bonazza: Zacharias Werner und die slavischen Literaturen – Thomas Bruns: Nikola I. - ein vergessener König? – Mieczysław Dąbrowski: Fin de siècle redivivus. Kultura modernizmu po stu latach. Parę przykładów – Valerij Dem’jankov: Da i net v russkom i zapadnoevropejskich diskursach: Kontrastivno-pragmatičeskij analiz – Wolf Dietrich: Sprachvergleichende Überlegungen zum verbalen Aspekt. Universales und Einzelsprachliches – Petra Dollinger/Heinz Dollinger: Volkslieder der Serben/deutsche Romantik/Berliner Salons – Aleksandr Dmitrievič Duličenko: K formirovaniju novych slavjanskich filologij v XX stoletii – Klaus Fischer: Was versteht man unter guter Lehre? – Norbert Franz: Russen und Tataren, Slaven, Sarmaten und Skythen. Ein Streit aus dem 18. Jahrhundert – Horst-Jürgen Gerigk: Turgenevs poetischer Realismus – Jadranka Gvozdanović: Identitätskonstruktion durch die Sprache: die Dimensionen des Kroatischen – Alexander Haardt: Über die Gegenwärtigkeit des Künftigen in den Bildern – Urs Heftrich: Vom Kreisen des Logos: Anmerkungen zum Teufelsgespräch in Dostoevskijs Brüdern Karamazov – Robert Hodel: Gemeinschaft und Gesellschaft in Andrićs Roman-Chronik Die Brücke über die Drina – Reinhard Ibler: Das abhanden gekommene Fest: Zu Darstellung und Funktion des Festmotivs in Sławomir Mrożeks Einakter Zabawa – Bettina Kaibach: Von der Sinnlosigkeit des Heiratens: Anmerkungen zur Entwicklung des Absurden in der russischen Literatur (Nikolaj Gogol’, Anton Čechov, Daniil Charms) – Rumjana Kiefer: Poetogenesis in Film und Roman – Wolfgang Klooss: Slavic Workers in a Multicultural Toronto: Michael Ondaatje’s In the Skin of a Lion – Johannes Kramer: Zu den slavischen Lehnprägungen des Rumänischen – Dietger Langer: Adam Mickiewiczs Ustęp als ethnographische Invektive – Jan Peter Locher: Aspekte der zámĕrnost, d.h. poetischer Ortung von Bedeutungsstiftung in Texten von Donaldas Kajokas, Volodymyr Kaška und Antonín Bajaja – Marija Mitrović: Kontekstualizacija metafizičke dimenzije poetike Miloša Crnjanskog – István Nyomárkay: Kultur - Sprache - Identität – Ulrich Obst: «Čak po forštatu moramo se motati». Anmerkungen zu einigen - überwiegend selteneren - deutschen Lehnwörtern in serbischen Texten – Fred Otten: Das Weismann’sche Wörterbuch als Quelle für Antioch Kantemir – Baldur Panzer: Sprachen und Sprachpolitik im alten Preußen (Prußisch, Litauisch und ein Blick auf das Polnische) – Lothar Pikulik: Joseph Roths galizisch-ukrainische Ballade Tarabas. Zeitgeschichtliche und intertextuelle Bezüge – Wilfried Potthoff: Merežkovskij und Przybyszewski - Russisches und polnisches Fin de siècle im europäischen Kontext – Hans Rothe: Puškins Klevetnikam Rossii (1831) – Helmut W. Schaller: August Leskien und die serbische Sprachwissenschaft – Friedrich Scholz: Nikolaj Kljuevs Weg in die russische Poesie der Moderne – Stanca