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Auf der Suche nach Eden

Eine Kulturgeschichte des Gartens

Eva-Maria Stolberg

Viel ist die Rede von «Räumen». Mit dem Begriff des Raumes verbinden sich Identitäten, Mentalitäten und Lebenswelten. Auch der Garten wird als «Raum» empfunden, dem Konturen, d.h. Grenzen gesetzt werden. Gärten sind auch «Bild- und Erfahrungsräume». Die Bilder und Erfahrungen, die durch Gärten vermittelt werden, betreffen zum einen die Repräsentation der Natur, zum anderen die des Menschen. Gärten sollen Ordnung schaffen, das Kontrollierbare demonstrieren. Zugleich ist der Garten aber auch ein Ort der inszenierten Illusionen und Utopien, Ausdruck der menschlichen Suche nach dem Garten Eden. Der Sammelband untersucht Differenzen und Veränderungen historischer Gartengestaltung aus transnationaler Perspektive.
Aus dem Inhalt: Gudrun Dauner: Gärten Italiens im frühen 16. Jahrhundert in der Kunst von Girolamo di Carpi – Barbara Bechter: «Der Türckische Garten und Palast liegt an der Plauischen Gasse zu Dresden» – Verena Zimmermann: Vom adligen «Erlebnispark» zum bürgerlichen Ausflugsziel: Die Fasangärten der Wittelsbacher in der Umgebung der Residenzstadt München – Eva-Maria Stolberg: Die Entwicklung der Gartenkultur in Osteuropa als Zivilisationsentwurf im 18. und 19. Jahrhundert – Julie Peakman: The Eighteenth Century Erotic Garden – Harald Lönnecker: Der Student im Garten – Agnes A. Bertiz: The Garden of Health in the Late Fourteenth-Century: Illuminated Tacuinum Sanitatis – Christina Vanja: Heilsame und kontrollierbare Erholungsorte: Zur Geschichte der Irrenhausgärten in Deutschland – Jeffrey S. Reznick: Military Hospital Gardens and Soldier Gardening during the Great War – Marie-Luise Egbert: «The True Model of Gardening»: Der Englische Landschaftsgarten – Henrike Weyh: Geschichtsdarstellungen im dänischen Landschaftsgarten – Katharina Kucher: Die Grüne Utopie: Zur Genese des sozialistischen Parks in den ersten Jahrzehnten der Sowjetunion.