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Lauenburg – Zur Geschichte des Ortes, Amtes, Herzogtums

Rund 600 Hausgeschichten, Amtsträgerlisten, Seuchen- und Wetterdaten ab dem hohen Mittelalter – Privatbibliotheken, alle Katechismen und Gesangbücher – Frauenrechte im Alltag – gut 7.000 Personendaten vor Einsetzen der Kirchenbücher

Wichmann von Meding

Lauenburg tanzt aus der Reihe. Als Territorium und als Ort. Seinen alten Namen Niedersachsen übernahm ein Bundesland, dem es nicht angehört. Einst kannten seine Nachbarherzogtümer Leibeigenschaft, später starken Nationalsozialismus. Beides war ihm fremd. Frauen standen wichtige Sonderrechte zu. Durch viele Jahrhunderte hindurch hatte der kleine Ort nur eine Kirche, aber fünf Bürgermeister zugleich. Über 10.000 Daten zum alten Baubestand dürften eine europäische Rarität sein. Familienforschern erschließen sich hundert frühneuzeitliche, kirchenbuchlose Jahre neu. Die Einwohner der Schifferstadt waren ungewöhnlich gebildet. Eine der schönsten Erzählungen Bert Brechts gewinnt Leuchtkraft durch einen Lauenburgischen Text. Der Band ergänzt die bereits vorliegende Stadtgeschichte «Stadt ohne Land am Fluß» desselben Autors.
Aus dem Inhalt: Alte Hausplätze Lauenburgs – Amtsinhaber in Stadt und Land – Seuchen in Lauenburg und Umgebung – Wetterdaten des Gebiets um Lauenburg – Herzogtum Niedersachsen – Katechismen einer kleinen Kirche – Schriftkultur einer Schifferstadt – Kontinuität und Widerstand (Gesangbuch) – Lauenburgs Hufenzahlen im bischöflichen Zehntregister – Älter als Lauenburgs Kirchenbücher – Frauen in Lauenburg – Lauenburgs Stadtkirche – Brechts Paket des lieben Gottes.