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Die Philosophie Karl Christian Friedrich Krauses im Lichte der abendländischen Geistesmetaphysik

Stefan Groß

Während bedeutende Vertreter des Deutschen Idealismus wie Kant, Fichte, Schelling und Hegel nach wie vor großes Ansehen innerhalb der Geschichte der Philosophie haben, hat sich bislang nur eine kleine Zahl von Interessierten, zumindest in Deutschland, mit dem Denken Karl Christian Friedrich Krauses beschäftigt. Dieser Aufsatzband will diese Lücke schließen. Anhand von Strukturvergleichen soll die Philosophie des Thüringer Außenseiters sowohl in den Kontext der abendländischen Geistesmetaphysik gestellt als auch der Versuch unternommen werden, danach zu fragen, inwieweit man mit Krause noch im 21. Jahrhundert philosophieren kann. Vom Neuplatonismus Plotins spannt sich der Bogen bis hin zur modernen Medizin und zum Völkerrechtsgedanken. Aber auch die Kritik Krauses am transzendentalen Ansatz Kants, am Naturkonzept Schellings und an der Logik Hegels wird dabei berücksichtigt. Neben der Auseinandersetzung mit Krauses Erkenntnistheorie und Metaphysik liegt ein weiterer Schwerpunkt auf seiner Ästhetik und Rechtsphilosophie.
Aus dem Inhalt: Der Neuplatonismus Plotins und Krauses Idealismus – Krause und Kant – Krauses kritische Sicht auf Hegel – Die Naturphilosophie im Anschluß an Schelling – Ein Blick in die Moderne - Das Denken Wolfgang Cramers – Krauses Idee von der Landverschönerung – Das Ideal vom «Erdrechtbund» – Über die Schutzwürdigkeit des Lebens.