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«Wir tun kund und lassen dich wissen»

Briefe, Urkunden und Akten als spätmittelalterliche Grundformen schriftlicher Kommunikation, dargestellt anhand der Lebenszeugnisse Oswalds von Wolkenstein

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Sigrid Rachoinig

Oswald von Wolkenstein ist einer der wenigen spätmittelalterlichen Dichter, deren Leben und Wirken durch zahlreiche schriftliche Zeugnisse nachgezeichnet werden können. Die Autorin hat es sich zum Ziel gesetzt, die bisher edierten 276 Textzeugen zu Oswalds Leben in Textsorten zu gliedern und einer Kommunikationsanalyse zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die Ergebnisse der aktuellen Textsortenforschung mit Methoden der traditionellen Sprechakttheorie verknüpft, wodurch eine Textbetrachtung auf mehreren Ebenen ermöglicht wird. Die Lebenszeugnisse Oswalds von Wolkenstein stellen in diesem Zusammenhang einen einzigartigen Fundus an Texten dar, da einzelne Schriftwechsel über Jahre verfolgt werden können, wobei mitunter auch der Erfolg bzw. Nicht-Erfolg von spätmittelalterlichen Kommunikationsabläufen nachweisbar wird.
Aus dem Inhalt: Oswalds Lebenszeugnisse als Quelle spätmittelalterlicher Kommunikation – Wir tun kund und lassen dich wissen: Signalwörter des Informierens – Gliederung des Textmaterials in Kommunikationssituationen und Textsorten – Textproduktion und Textkompetenz bei Oswald von Wolkenstein – Erfolgreich oder nicht? Aspekte der Perlokution.