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Rechtliche Anforderungen und Strukturen der ambulanten Arzneimittelversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen am Beispiel der Psychopharmakatherapie

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Alexander Diehm

Die Psychopharmakaversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen ist in den letzten Jahren zunehmend in die öffentliche Kritik geraten. Die Gesundheitsversorgung der Heimbewohner wird durch zahlreiche Besonderheiten gekennzeichnet. Im Rahmen der Arbeit werden insbesondere das Geflecht der Rechtsbeziehungen der agierenden Personen und Institutionen sowie die rechtlichen Anforderungen an die jeweiligen Akteure und die einschlägigen Qualitätssicherungsmechanismen dargestellt. Es werden Defizite, spezifische Problemstellungen sowie deren möglichen Ursachen, insbesondere an den Schnittstellen der Versorgungsbereiche, herausgearbeitet. Dabei zeigt sich, dass in vielen Bereichen ein deutlicher Optimierungsbedarf besteht. Auf den Ergebnissen aufbauend werden Vorschläge unterbreitet, um den zuvor herausgearbeiteten Problemen zu begegnen. Diese Vorschläge beinhalten sowohl Maßnahmen, die sich im Rahmen des geltenden Rechts umsetzen lassen, als auch solche, für deren Umsetzung der Gesetzgeber tätig werden müsste. Dabei wird auch auf Möglichkeiten zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen bei der Leistungserbringung, wie etwa mit einem Heimarztmodell, eingegangen.
Alexander Diehm, geboren 1976 in Frankfurt-Höchst, studierte zwischen 1998 und 2004 Rechtswissenschaften an der Universität in Frankfurt am Main. Nach dem Ersten Staatsexamen arbeitete er am Institut für Europäische Gesundheitspolitik und Sozialrecht an der Universität. Zwischen 2007 und 2010 absolvierte er das Referendariat in Frankfurt am Main. Seit Anfang 2010 arbeitet der Autor in einer großen Rechtsanwaltskanzlei für Versicherungsrecht.