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Doppelstaat DDR

Menschenrechtsverletzungen der Deutschen Volkspolizei

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Hans-Michael Brey

Nach dem jähen Ende des «real-existierenden Sozialismus» in der DDR scheinen die Voraussetzungen für einen Vergleich der Totalitarismustheorien nicht nur günstiger, sondern die von E. Fraenkel formulierte These vom Doppelstaat kann auch daraufhin geprüft werden, ob sie auf die SED-Diktatur übertragen werden kann. Ziel der Bemühungen ist es, die Mechanismen, Regeln und Entwicklungsphasen herauszuarbeiten, die Diktaturen aufgrund eines historischen Anspruches durchlaufen. So wurde die Kaderpolitik der Deutschen Volkspolizei und ihre Auswirkungen auf den politischen Strafvollzug und die Zwangsaussiedlungen als Beispiel herangezogen, um zum einen die Wirkungsmechanismen der SED-Diktatur, des sozialistischen Doppelstaates, zu erläutern. Zum anderen, um ein der SED loyal ergebenes Machtorgan zu beleuchten, das immer im Schatten des Ministeriums für Staatssicherheit stand, aber in ausgesuchten Bereichen genauso effizient und loyal - wenn auch «leiser» - agierte wie die Staatssicherheit als «Schild und Schwert» der Partei.
Aus dem Inhalt: Doppelstaat DDR - Die Deutsche Volkspolizei: Aufbau und Entwicklung in ihren Gründerjahren - Menschenrechtsverletzungen im politischen Strafvollzug und bei den Zwangsaussiedlungen.