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Die russische Kulturosophie

Logik und Axiologie der Argumentation

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Dirk Uffelmann

In russischen Debatten des 19. Jahrhunderts spielt der Gegensatz von Rußland und Europa eine eminente Rolle. Anders als in herkömmlichen Untersuchungen zur sogenannten Westler-Slavophilen-Debatte wird hier vorgeschlagen, den kulturphilosophischen Mischdiskurs nicht auf die kulturräumliche Opposition zu reduzieren, sondern die Gesamtheit der bei Karamzin und Siskov, Caadaev und Kireevskij, Gercen und Danilevskij sowie Solov'ev und Leont'ev behandelten Themen zur Konzeptualisierung heranzuziehen. Dazu wird eine Methode entwickelt, mit der untersucht wird, wie in der Argumentation die logischen Verfahren des Verbindens und Trennens selbst axiologisiert werden. Aufgrund ihrer zweiwertigen Denkmuster und Wertzuweisungen wird die russische Kulturphilosophie des 19. Jahrhunderts als «Kulturosophie» gekennzeichnet.
Aus dem Inhalt: Zur Hinführung: Trennen und Verbinden - Russische Kulturosophie: Forschungslage - Logik - Axiologie - Applikation - Karamzin und Siskov - Caadaev und Kireevskij - Gercen und Danilevskij - Solov'ev und Leont'ev - Ergebnisse und Grenzen - Ausblick ins 20. Jahrhundert - Methodologischer Ausblick.