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Die Politisierung ethnischer Identitäten im internationalen Staatensystem

Muslime unter chinesischer Herrschaft

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Daniela Heuer-Vogel

Ethnische Konflikte sind ein globales Phänomen mit zahlreichen Varianten. Ihre Ursachen sind weder auf die Heterogenität ethnischer Kollektividentitäten noch auf historische Feindschaften zu reduzieren, sondern durch eine multidimensionale Analyse erklärbar. Zu berücksichtigen sind historisch-strukturelle, politische, ökonomische und kulturelle Faktoren in jeweils spezifischer Zusammensetzung, die zur Politisierung ethnischer Identitäten führen. Zwar werden ethnische Konflikte in der Regel auf innerstaatlicher Ebene ausgetragen, dennoch haben sie eine regionale und internationale Dimension. Dies gilt vor allem für ethnonationalistische Konflikte. Die Autorin setzt die ethnische Konfliktebene in Beziehung zum viel diskutierten Zivilisationskonflikt und fokussiert dabei auf die islamische Zivilisation. Empirischer Gegenstand sind die muslimischen nationalen Minderheiten in der Volksrepublik China.
Aus dem Inhalt: Die Politisierung ethnischer Kollektividentitäten und ihre Abgrenzung zum politisierten Zivilisationsbewußtsein: Lokale und regionale Konflikte mit internationaler Dimension – Diskussion des Ethnizitätsbegriffs – Der moderne Nationalstaat westlichen Musters und die Realität des nominellen Nationalstaates – Innerstaatliche ethnische Konflikte: Ursachen und Auslöser – Regionale und internationale Dimension – Politisierung von Zivilisationsbewußtsein statt ethnischer Kollektividentität: Ethnizität und islamische Zivilisation – Fallstudie: Muslimische Minderheiten in der Volksrepublik China: Historische Grundlagen – Die Nationalitäten- und Religionspolitik untersucht am Beispiel der Hui – Die Entwicklung des Konfliktherds Xinjiang – Regionale und internationale Dimension der Konflikte des chinesischen Staates mit seinen muslimischen Minderheiten.