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Die politische Philosophie in Platons «Nomoi»

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Baehong Lee

In letzter Zeit interessierten sich die Nomoi-Forscher vor allem für das Thema «persuasive Rhetorik». Manche interpretierten die Nomoi als eine quasi demokratische Erneuerung, in der die «Freiheit» und «Autonomie» der Individuen an Bedeutung gewinnen. Diese Arbeit versucht dagegen zu zeigen, daß die persuasive Rhetorik nur ein (wenn auch wichtiger) Bestandteil einer vielschichtigen Sozialtechnologie ist. Platon entwirft in den Nomoi einen Musterstaat auf der Basis der antiken Agrarwirtschaft. Die Untersuchung versucht anhand der betreffenden Textstellen zu zeigen, daß die grundlegenden Ideen der Nomoi nicht demokratisch, sondern aristokratisch sind, und daß sie nicht unvereinbar mit der Grundlage der platonischen Philosophie, der Theorie des Guten, sind.
Aus dem Inhalt: Das Ziel der Gesetzgebung – Der historische Exkurs – Die wirtschaftliche Organisation – Die politische Organisation – Die politische Rhetorik – Die Strafgesetzgebung – Die Religion – Die Erhaltung der Staatsverfassung – Die «nachträgliche Ratsversammlung»