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Kant und das Problem einer Einleitung in die Logik

Ein Beitrag zur Rekonstruktion der historischen Hintergründe von Kants Logik-Kolleg

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Riccardo Pozzo

In die Logik einzuleiten heisst seit der Renaissance, eine Reihe von Fragestellungen zu beantworten, wie z.B.: Was ist die Natur der Logik? Was ihr Gegenstand? Was ihr Zweck? Wie ihre Einteilung? Dieses Themenfeld gehört zum traditionellen Lehrgut der Logik und war im Zeitalter der Aufklärung sehr aktuell. Kants Überlegungen dazu kommen schon in den frühesten Reflexionen und Kolleg-Nach- schriften zum Ausdruck, mit dem Erscheinen der Kritik der reinen Vernunft gewinnen sie stark an Bedeutung, aber erst in der von G.B. Jäsche 1800 herausgegebenen Bearbeitung der kantischen Logik werden sie in endgültiger Gestalt systematisiert. Die vorliegende Untersuchung ist ein Versuch, Kants Logik-Kolleg (das er 1755 bis 1795 ankündigte) auf der Grundlage einer begriffsgeschichtlichen Rekonstruktion der systematischen Rahmenbedingungen in der neuzeitlichen Logik zu interpretieren. Ihr Ziel ist, die Vielfältigkeit der kantischen Ansätze über einen Vergleich mit den zu seiner Zeit aktuellen Debatten deutlich zu machen, wobei das Erbe des Aristotelismus besonders berücksichtigt wird.
Aus dem Inhalt: U.a. Kant und die Schulen der Logik - De genere logicae - De subjecto logicae - De fine logicae - De divisione logicae - Europäische Rezeption von Kants Logik-Vorlesungen.