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Frauenpolitik

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Renate Krammer

«Frauenpolitik» basiert auf der These, daß es Frauenpolitikerinnen nicht darum geht, die verlorene Eigenmächtigkeit als Frauen wiederzuerlangen. Ihr Ziel ist vielmehr, offiziell als Politikerinnen über gleich viel Geld und Macht wie ihre männlichen Kollegen zu verfügen. Sie wollen also nicht die frauenfeindliche, patriarchale Herrschaft abschaffen, sondern aktiv daran teilnehmen. Davon ausgehend frage ich nach der Entwicklung patriarchaler Herrschaft und den weiblichen Rollen darin. Dazu gehören auch die aktuellen Strategien von Frauen, sich als Weibliche abzuschaffen, um vermeintlich als «Gleiche» an der männlichen Machtpolitik teilhaben zu können. Was aber, wenn die Wahnvorstellung eines Herr-schenden Geschlechts aus Männern und geschlechtslosen «Frauen» Wirklichkeit würde? Die Dissidenz zur staatlich inszenierten Frauenpolitik ist meine Antwort darauf.
Aus dem Inhalt: Die Frauenpolitik und ihre patriarchalen Wurzeln in Ägypten, der griechischen Polis, während der Christianisierung Europas und der Hexenverfolgung, im 19. Jahrhundert und während des Nationalsozialismus - Der Weg über die Dissidenz zum patriarchalen System und über die staatliche Frauenpolitik zur Freiheit von Frauen als Weibliche.