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Judentum, Nationalitätenprinzip und Identität

Die jüdische Revolutionspresse von 1848

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Elisabeth Wies-Campagner

Wie hat sich die jüdische Bevölkerung im Nationalitätenstreit des Jahres 1848 verhalten? Hatte sie eine eigene Identifikation als jüdisches Volk, als jüdische Nation, oder fühlte sie sich einer der Ethnien des Österreichischen Kaiserstaates angehörig? Welchen Einflüssen, geistigen Lenkungen und äußeren Zwängen war sie ausgesetzt? Ziel der Arbeit ist es, anhand der Berichte und Abhandlungen in den jüdischen Zeitungen des Revolutionsjahres, die von Juden für Juden geschrieben worden waren, die Befindlichkeit der verschiedenen jüdischen Schichten – so wie sie es selbst sahen und fühlten – darzustellen. Dabei wurden erstmalig alle österreichischen jüdischen Zeitungen des Jahres 1848 vollständig nach ihrer Themenstellung ausgewertet. Das Resultat bietet einen Blick auf einen schwierigen Weg der Identitätsfindung, der vielleicht auch heute noch nicht zur Gänze abgeschlossen ist.
Aus dem Inhalt: Rechtliche Grundlagen jüdischen Lebens im Österreichischen Kaiserstaat bis 1848 – Wien - tolerierte und fremde Juden – Die Revolution 1848 und die Juden – Die jüdische Revolutionspresse: Die Länder der Monarchie und das Nationalitätenproblem – Der ungarische Israelit und sein Magyarisierungsanliegen – Die Behandlung innerjüdischer Probleme in der jüdischen Revolutionspresse – Die Ablehnung der Emanzipation und die Reaktion der jüdischen Revolutionspresse – Das Verhältnis zur übrigen Revolutionspresse – Jüdische Identität und jüdisches Selbstverständnis – Die Opfer: Eine Heroisierung?