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«Doing peer-group»

Die interaktive Konstitution jugendlicher Gruppenpraxis

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Axel Schmidt

Gleichaltrigengruppen ( peer-groups) spielen eine herausragende Rolle in der Sozialisation Jugendlicher. Fragt man Jugendliche, was sie in solchen Gruppen tun, bekommt man häufig Antworten wie «nichts eigentlich» oder «einfach nur Spaß haben». In einer ethnographisch-gesprächsanalytisch angelegten Untersuchung beschreibt der Autor, was in solchen Gruppen tagtäglich gesprochen und getan wird und zeigt, wie Gruppenstrukturen (etwa interne Hierarchien und Normen, Abgrenzung gegen andere oder ein «Wir»-Bewusstsein) durch solche Interaktions- und Kommunikationsprozesse aufgebaut und aufrechterhalten werden. Im Zentrum der Studie steht die Beschreibung peer-group-typischer kommunikativer Verfahren (etwa klatschen, lästern, necken, spotten, sich spielerisch beleidigen etc.) sowie die Bestimmung ihres funktionalen Beitrags für die Aufrechterhaltung der Gruppe.
Aus dem Inhalt: Konzepte und Befunde der Gruppenforschung – Peer-Culture und peer-groupDoing peer-group – Methodische Aspekte der Erforschung von Gruppen – Ein Modell der Aufrechterhaltung jugendlicher Gruppen – Darstellung typischer Interaktionssituationen im Alltag einer peer-group.