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Das spanische Schwurgericht

Die Jury im Spannungsfeld von Rechtsstaat und Demokratie

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Till Pense

Diese Arbeit befasst sich mit einem grundsätzlichen Streitgegenstand des Gerichtsverfassungs- und Strafprozessrechts, der Beteiligung von Laien an der gerichtlichen Entscheidungsfindung in Strafsachen. In Spanien hat das klassische Schwurgericht in Strafsachen unlängst eine Renaissance erlebt. Ziel dieser Arbeit ist es, der deutschen Rechtswissenschaft und Praxis Geschichte und Gegenwart der Laienbeteiligung an der spanischen Strafjustiz zu erschließen. In einer rechtshistorischen Darstellung werden Ursprung und Entwicklung des spanischen Schwurgerichts untersucht. Danach beschäftigt sich die Arbeit mit dem heute im Spannungsfeld von Rechtsstaat und Demokratie praktizierten Geschworenenprozess. Abschließend ermöglicht die Studie einen Blick auf die Zukunft der spanischen Jury anhand jüngster Reformtendenzen.
Aus dem Inhalt: Jurado: Wortursprung und -sinn, funktionale und konzeptuelle Bedeutung – Politischer Liberalismus und bürgerliche Revolution in Spanien – Die Entwicklung des spanischen Schwurgerichts - rechtsgeschichtliche Darstellung (1808-1939) von Wissenschaft und Praxis – Laienbeteiligung an der Strafjustiz nach der Spanischen Verfassung von 1978 – Das spanische Schwurgericht von 1995 – Gerichtsverfassung und Zuständigkeit – Rechtsstellung, Eignung und Auswahl der Geschworenen – Ermittlungs- und Zwischenverfahren – Hauptverfahren – Rechtsmittel – Reform oder Abschaffung der Jury in Strafsachen?