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Der übereilte Rechtsmittelverzicht des Angeklagten

Eine Untersuchung unter normativen und erfahrungswissenschaftlichen Gesichtspunkten

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Thorsten Berenbrink

Nicht selten erklären Angeklagte im Gerichtssaal unmittelbar im Anschluss an die Urteilsverkündung Rechtsmittelverzicht. Später wollen sie dann oft gleichwohl ein Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. Die Untersuchung beleuchtet diese Problematik unter normativen und erfahrungswissenschaftlichen Aspekten. Besondere Beachtung kommt dabei der Frage zu, wie das Zustandekommen übereilter Verzichte unter Berücksichtigung von Erkenntnissen aus der Kommunikationswissenschaft und der Psychologie zu erklären ist. Daraus werden praktische Konsequenzen für ein problembewusstes Verhalten der Prozessbeteiligten entwickelt und ein Vorschlag zur rechtlichen Lösung erarbeitet.
Aus dem Inhalt: Übereilter Rechtsmittelverzicht des Angeklagten im Strafverfahren – Wirksamkeit und Bindung an die Verzichtserklärung – Verständnisprobleme – Psychische Ausnahmesituation – Problembewusstes Verhalten der Prozessbeteiligten.