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Rechtliche Aspekte der Präimplantationsdiagnostik

Unter besonderer Berücksichtigung der Rechte der von einem Verbot betroffenen Paare

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Marc Reiß

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) dient der genetischen Untersuchung von Embryonen bei der künstlichen Befruchtung noch vor Verpflanzung in den Mutterleib. Im biopolitischen Diskurs zählt sie neben dem therapeutischen Klonen und der Stammzellenforschung zu den weichenstellenden Themen, mit denen sich der Gesetzgeber zu befassen hat. Eine ideologiefreie Auseinandersetzung mit der PID ist daher unerläßlich. Diese Arbeit soll einen Beitrag hierzu liefern. Die ausführliche Prüfung der gegenwärtigen Rechtslage erfolgt primär aus der bislang wenig beachteten Sicht der von einem Verbot betroffenen Paare, einfachgesetzlich wie auch verfassungsrechtlich. Den Rechten der Eltern stehen Menschenwürdeschutz, ein etwaiges Lebensrecht des Embryos und schutzwürdige Interessen behinderter Menschen gegenüber. Außerdem finden Parallelen zum Schwangerschaftsabbruch und zu anderen vorgeburtlichen Diagnoseverfahren Beachtung. Aufbauend auf diesen Überlegungen schließt sich die Darstellung der notwendigen Eckpunkte einer zukünftigen gesetzlichen Regelung an.
Aus dem Inhalt: Einfachgesetzliche rechtliche Zulässigkeit der PID – PID nach Verfassungsrecht aus Sicht der von einem Verbot betroffenen Eltern – Lebensrecht und Menschenwürde des Embryos – Gewährleistung der gesellschaftlichen Integration Behinderter durch ein etwaiges Verbot der PID – Schutz des ungeborenen Lebens aus rechtlicher und ethischer Sicht – Eckpunkte einer zukünftigen gesetzlichen Regelung der PID.