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Das ländliche Gesundheitswesen der VR China

Strukturen – Akteure – Dynamik

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Sascha Klotzbücher

Diese Arbeit untersucht die Formen von lokaler Selbstorganisation und zentralstaatlicher Steuerung in der VR China am Beispiel des ländlichen Gesundheitswesens. Gegenstand sind die medizinische Primärversorgung in den Gemeinde- und Dorfkrankenstationen und Formen von sozialer Absicherung wie die «kooperative medizinische Versorgung» (hezuo yiliao) in den Dörfern, die anhand chinesischer Quellen und eigenen Feldstudien in fünf Provinzen untersucht werden. Krisenerfahrungen und erfolgreiche Lösungsstrategien, die für die Zeit von 1949 über die Ära des «Großen Sprungs nach Vorn», der Kulturrevolution und für die postmaoistische Ära analysiert werden, zeichnen die eigentümliche Handlungsrationalität heutiger Entscheidungsprozesse vor. Ziel ist es, diese Pfadabhängigkeit von Entwicklung im ländlichen Gesundheitswesen in einer historisch-genetischen Untersuchung analysierbar und als wichtigen Faktor für nachhaltige Lösungen nutzbar zu machen.
Aus dem Inhalt: Staatliche Gesundheitsverwaltung nach 1949 – Dörfliche Gesundheitsversorgung außerhalb der staatlichen Regelung – Der «Große Sprung nach Vorn» – Die kollektive Gesundheitsversorgung – Glück, das die Kommunen bringen? – Zelluläre Gesundheitsversorgung in der Kulturrevolution – Barfußarzt – Kooperative medizinische Versorgung (hezuo yiliao) – Zusammenbruch nach 1978 – Scheitern und Strukturkrise – Restrukturierung in den neunziger Jahren – Implementation durch Verhandlung innerhalb der doppelten Führung.