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Normensetzung und soziale Kontrolle im Ausbildungsalltag der Bundeswehr

Eine Replikationsstudie zu Hubert Treibers "Wie man Soldaten macht</I>

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Thorsten Piecha

Normensetzung und soziale Kontrolle sind Grundkategorien im soziologischen Verständnis von Gesellschaft. Auch die Bundeswehr als Teil der Gesellschaft bedarf eines Regelwerkes, um Funktionsfähigkeit zu ermöglichen und zu erhalten. Wie auch die Gesellschaft unterliegt das Normensystem der Streitkräfte einem sozialen Wandel, der allerdings nur im Vergleich von Gegenwart und Vergangenheit deutlich wird. Aufbauend auf die 30 Jahre ältere Studie von Hubert Treiber zeigt diese Arbeit mit Hilfe von Beobachtung und Befragung, wie Normensetzung und soziale Kontrolle in der Bundeswehr heute erfolgen und wie sie sich gewandelt haben. Tendenzen der Liberalisierung sind erkennbar, die aber nicht zwangsläufig zur Verbesserung von Arbeitsklima und Professionalität führen.
Aus dem Inhalt: Soziologische Rollentheorie – Norm und Sanktion als Begriffe für die empirische Analyse – Die totale Institution nach Erving Goffmann – Kurzer Überblick über die Militärsoziologie – Kritik an qualitativen und quantitativen Datenerhebungsmethoden – Der militärische Pflichtenkatalog damals und heute – Individualisierung und Formalisierung.