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Untersuchungen der Sprechmotorik von Polterern mit Hilfe der Elektromagnetischen Mediosagittalen Artikulographie (EMMA)

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Mariam Hartinger

Ist das Poltern durch sprechmotorische Defizite gekennzeichnet? Welchen Einfluss hat ein hohes Sprechtempo auf die Artikulation? Diesen Fragen wird nach einem theoretischen Überblick zum Poltern sowie Ausführungen zum Sprachproduktionsprozess und zur Entstehung von Versprechern nachgegangen. Es werden weiterhin bisherige Studien zum Poltern sowie artikulatorische Experimente zum Stottern beschrieben. Im experimentellen Teil wird die Elektromagnetische Artikulographie vorgestellt. Sie wird in der Studie angewendet, um die Bewegungen von Zunge und Lippen bei erwachsenen Polterern und Normalsprechern zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen bei der Fremdwortproduktion Lautreduktionen sowie häufige unvollständige und variable Bewegungen der Zungenspitze. Die Resultate werden im Hinblick auf den Nutzen für die Sprachtherapie diskutiert.
Aus dem Inhalt: Theoretischer Hintergrund Poltern – Sprachproduktionsprozess – Versprecher bei Polterern – Bisherige Studien Poltern/Stottern – Datenanalyse mit EMMA – Dauern und Amplituden von Zungenbewegungen – Variabilität – Schlussfolgerungen für die Sprachtherapie – Ausblick auf weitere Forschungsprojekte.