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Bewertung von Leveraged Buyouts

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Stephan Michael Rosarius

Leveraged Buyouts (LBOs) sind eine Form des Unternehmenserwerbs, dessen Finanzierung sich durch einen hohen Fremdmitteleinsatz auszeichnet. Nach der Übernahme ist es Politik, den im Transaktionszeitpunkt aufgenommenen Fremdkapitalbestand kontinuierlich zurückzuführen und, soweit sich institutionelle Investoren am Eigenkapital beteiligen, die Anteile zur Renditerealisierung kurz- bis mittelfristig wieder zu veräußern. Das Ziel der Arbeit ist, einen kapitalwertorientierten Bewertungskalkül zu entwickeln, welcher den Besonderheiten von LBO-Transaktionen Rechnung trägt. Der Autor formuliert einen Adjusted Present Value-Kalkül, bei dem sich der Unternehmenswert additiv aus dem Wert des unverschuldeten Unternehmens und aus dem Wertbeitrag der für LBOs typischen cashflow-orientierten Entschuldung bestimmt. Zur Prognose der freien Cashflows des Unternehmens wird ein multiplikativer Binomialprozess zugrunde gelegt, der sich in den analytischen Rahmen des mehrperiodig angewandten Capital Asset Pricing Model einpassen lässt. Der Wertbeitrag aus dem Verkauf des Unternehmens wird unter alternativen Finanzierungsprämissen modelliert. Darüber hinaus erfolgen eine Auseinandersetzung mit den aufgrund der hohen Verschuldung bestehenden Insolvenzrisiken sowie eine Erweiterung des Kalküls um die Besteuerung auf Ebene der Investoren.
Aus dem Inhalt: Bewertungsrelevante Sachverhalte von Leveraged Buyouts (LBOs) – Adjusted Present Value-Ansatz zur Bewertung von LBO-Unternehmen – Eigenkapitalkosten bei abhängigen und unabhängigen Überschussverteilungen im Binomialmodell – Wertbeitrag der Steuervorteile bei cashflow-orientierter Entschuldungspolitik – Ausstieg der Kapitalgeber und Wechsel der Finanzierungsprämisse – Einfluss von Insolvenzrisiken auf den Unternehmenswert – LBO-Bewertung bei Berücksichtigung persönlicher Steuern.