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«Maxima in sensibus veritas?» – Die platonischen und stoischen Grundlagen der Erkenntniskritik in Ciceros «Lucullus»

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Marion Clausen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Ciceros erkenntnistheoretische Position einerseits durch die platonische und aristotelische Philosophie und andererseits durch die hellenistischen Philosophierichtungen, hier besonders durch die Stoa und die Skepsis, beeinflusst ist. Zu diesem Zweck werden zunächst Platons und Aristoteles’ erkenntnistheoretische Positionen dargestellt und diese dann von den hellenistischen Positionen abgegrenzt. Daran anschließend werden zentrale Kernstücke und Argumente des Lucullus auf ihre erkenntnistheoretischen Grundlagen hin untersucht. Hierbei werden die zuvor theoretisch erarbeiteten Kriterien der genannten Erkenntnistheorien in der Analyse konkreter Argumentationen erprobt. Dies ermöglicht zum einen eine präzisere Verortung von Ciceros Position hinsichtlich ihrer erkenntnistheoretischen Prämissen und zum anderen eine exaktere Differenzierung der oftmals miteinander vermischten Traditionsstränge des Platonismus und Aristotelismus einerseits und der hellenistischen Schulen andererseits.
Aus dem Inhalt: Antike Philosophie – Platonrezeption bei Cicero – Die platonische Wahrnehmungskritik in der Politeia und im Phaidon – Die aristotelische Wahrnehmungsanalyse in De anima – Die stoisch-hellenistische Erkenntnistheorie – Interpretation zentraler Stellen des Lucullus – Cicero zwischen Platon, Skepsis und Stoa.