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Formen des Zeremoniells im Worms des - 18. Jahrhunderts

Politische Inszenierung in einer protestantischen Reichsstadt mit katholischem Bischofssitz

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Markus Gabel

In Worms verkündete Kaiser Karl V. 1521 die Reichsacht gegen Luther. Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt bereits über 1000 Jahre Bischofssitz und der Dom seit über 200 Jahren weithin sichtbares Machtsymbol und Wahrzeichen der Stadt. Gegen die bischöfliche Herrschaft gab es seit dem Mittelalter Emanzipationsbestrebungen in der Bürgerschaft, die durch die mehrheitliche Übernahme der lutherischen Konfession in den Jahren nach dem Reichstag um den religiösen Gegensatz erweitert wurden. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, wie sich die Rechts- und Verfassungssituation im 18. Jahrhundert darstellt und wie diese sich im Zeremoniell widerspiegelt. In welchen Formen wurden Machtansprüche symbolisiert? Dargelegt wird dies am Beispiel öffentlicher Feierlichkeiten zu Ehren des Kaiserhauses und an politischen Prozessen im Spannungsfeld zwischen Reichsstadt und Hochstift.
Aus dem Inhalt: Rechts- und Verfassungsleben im 18. Jahrhundert – Formen des Zeremoniells in Worms – Zeremoniell zu Ehren des Kaiserhauses – Zeremoniell im Spannungsfeld zwischen Reichsstadt und Hochstift – Rats- und Ämterwahlen.