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Regietheater in der Oper

Eine musiksoziologische Untersuchung am Beispiel der Stuttgarter Inszenierung von Wagners Ring des Nibelungen

Alexandra Garaventa

Das Kunstwerk – die Opernregie – ist Ausgangspunkt dieser soziologischen Untersuchung.
Seit rund 30 Jahren lösten die verschiedenen Formen der Darstellbarkeit von Oper teils heftige Debatten aus und ebneten der Entwicklung der Oper zum Musiktheater den Weg. Die Arbeit widmet sich der Geschichte, Funktion und Wirkung des Regietheaters in der Oper,
exemplifiziert an einer Aufführungsanalyse der Stuttgarter Produktion des «Ring des Nibelungen» von Richard Wagner. Regietheater wird verstanden als Regiearbeit, die das Werk hinsichtlich seiner gesellschaftlichen Bezüge interpretiert und einen starken Gegenwartsbezug schaffen will. Bei der Analyse des Regietheaters werden die Theorien der Kunstsoziologie, insbesondere der Musik- und der Theatersoziologie, sowie der sozialwissenschaftliche Theorieansatz der Theatralität angewandt. Avancierte Regie ermöglicht, unabhängig vom Entstehungsjahr des Werkes eine Sicht auf aktuelle soziale Probleme. Die Oper wird zu zeitgenössischem Musiktheater, das im Jetzt spielt und aus dem Jetzt heraus interpretiert wird.