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T.S. Eliot und Ezra Pound im Dialog mit Dante

Die Divina Commedia in der modernen Lyrik

Evi Zemanek

Sechshundert Jahre nach Dantes Tod im Jahr 1321 hört man das Echo seiner Stimme in Ezra Pounds Cantos und zahlreichen Gedichten T.S. Eliots. Die prominenten modernistischen Autoren führen in ihren Texten einen intensiven Dialog mit dem Dichter der Göttlichen Komödie. Welche Aspekte seines Werkes ziehen ihre Faszination derart auf sich, dass beide Dante als ihr größtes Vorbild und dessen Commedia als ihren wichtigsten Prätext bezeichnen? Wie fügen sich seine Verse, Figuren und ethischen Vorstellungen in den modernen Kontext und welche Funktion erfüllen sie? Antworten darauf gibt diese komparatistische Studie, die das Verhältnis der Avantgardisten zur literarischen Tradition im Spannungsfeld von Imitatio und Intertextualität auslotet. Die Textanalyse fokussiert einzelne Gesänge der Cantos, insbesondere die »Hell Cantos«, sowie Eliots Gedichte The Love Song of J. Alfred Prufrock, The Waste Land, Ash Wednesday und Four Quartets. Sie zeigt, wie sich die Auseinandersetzung mit Dante auf unterschiedlichste Weise manifestiert, indem sie verdeckte Referenzen sichtbar macht und die intertextuellen Arbeitsweisen von Pound und Eliot kontrastiv profiliert.