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Kein hoffnungsloser Fall

Gott und Mensch bei Eugen Biser. Eine Einführung

Thomas Brose

Wer bin ich? Wohin gehe ich? Was prägt meine Existenz? Die Frage nach dem Menschen, seiner Würde und Sinnbestimmung, stellt sich im 21. Jahrhundert – nach Weltkriegen und Diktaturen – mit größter Dringlichkeit.

Angesichts von «ozeanischem» Atheismus und religiösem Fundamentalismus weist Eugen Biser darauf hin, dass sich der christliche Glaube wieder auf seinen «Ursprung» und seine «Mitte» zu besinnen hat: die heilsame Selbstmitteilung Gottes.

Wer aber kann diese Botschaft ergreifen? Für den Religionsphilosophen ist es jener Mensch, der «zur Annahme seiner selbst» (Romano Guardini) fähig ist – durch die existentielle Einsicht, dass das Christentum von seinem Ursprung her eine „therapeutische" Religion ist, in der ihm Jesus Christus etwas nie Dagewesenes zuspricht: die Gotteskindschaft.

21. Jahrhundert: Zuspitzung von Atheismus und Fundamentalismus, aber auch Glaubensgeschichtliche Wende! – Christentum als therapeutische Religion: «Gott heilt, was verwundet ist» ist neu zu entdecken – Annahme seiner selbst: Paulus, Pascal, Kierkegaard, Nietzsche, Freud, Guardini, Biser