Show Less
Restricted access

Nietzsches «Zarathustra» als moderne Tragödie

Series:

Winfried Happ

Die Untersuchung deutet Nietzsches Hauptwerk, «Also sprach Zarathustra», als das, was es nach Meinung seines Autors darstellt: eine Tragödie. Ausgehend von seinen eigenen Ausführungen dazu weist sie deren Berechtigung nach, indem sie mit Hilfe der Theorien von Hegel, Rosenzweig und Benjamin in den Tragödien des Aischylos die Keime von Nietzsches Philosophie offenlegt. Wille zur Macht, Übermensch und Lehre von der ewigen Wiederkehr werden verstanden als der Versuch, den ursprünglichen Gehalt des Tragischen für das moderne Bewusstsein wiederzugewinnen. Zarathustra verkörpert so - trotz archaischer Sprachformen - die Gestalt, in der tragische Heroik in der Gegenwart noch bestehen kann.
Aus dem Inhalt: U.a. Nietzsche über seinen «Sohn» Zarathustra - Der persische Religionsstifter - Held, Tod und Selbst in der antiken Tragödie - Tod Gottes und die Idee des Opfers - Wille zur Macht als Wille zum Selbst.