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Kontextprofile der deutschen Abtönungspartikeln und ihre Äquivalente im Chinesischen

Eine neue Perspektive für die Vermittlung der Abtönungspartikeln im DaF-Unterricht

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Shasha Li

Ziel dieses Buchs ist es, die Kontextprofile der deutschen Abtönungspartikeln mithilfe der Konstruktionsgrammatik, Satztyp- und Sprechakttheorie empirisch herauszuarbeiten. Dadurch erstellt die Autorin eine korpusbasierte, konkrete Übersicht über die in der Literatur oft als «hoch kompliziert» dargestellten Partikelverwendungen. Zusätzlich erarbeitet sie differenziert die chinesischen Entsprechungen der Abtönungspartikeln. Dafür wird parallel zur Feststellung der hochfrequenten Konstruktionen eine unidirektional ausgerichtete kontrastive Untersuchung Deutsch–Chinesisch durchgeführt. Auf diese Weise erstellt diese Studie die Kontextprofile von zehn deutschen Abtönungspartikeln und arbeitet ihre chinesischen Äquivalente heraus.

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0 Einleitung

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0.1 Gegenstand der Untersuchung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den deutschen „Abtönungspartikeln1“ und den Konstruktionen der Abtönungspartikeln in ihrem semantischen, funktional-pragmatischen und sequenziellen Zusammenhang. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Abpn insgesamt eine problematische Kategorie darstellen, sowohl in linguistischer als auch in didaktischer Hinsicht: Trotz einer mehr als vierzigjährigen lebendigen Partikelforschungsgeschichte herrscht in den linguistischen Erforschungen über viele Fragen bezüglich der Abtönungspartikeln noch keine Einigkeit, was sich vor allem an den heterogenen semantisch-pragmatischen Charakterisierungen der Abpn in der Literatur erkennen lässt. Fremdsprachendidaktisch ist den Abtönungspartikeln bis heute noch der Status „Peripherie“ zugewiesen, obwohl sie im gesprochenen Deutsch hochfrequent auftreten und ihre wichtigen kommunikativ-pragmatischen Funktionen in der linguistischen Forschung generell anerkannt worden sind.

Diese Vermeidung bzw. Nichtbehandlung der Abpn im DaF-Unterricht geht in erster Linie auf die vage, geringe denotative Bedeutung und die komplexen pragmatischen Funktionen dieser Wortart zurück. Das Ziel der vorliegenden Arbeit liegt darin, diese Komplexität herunterzubrechen, indem die typischen Gebrauchskontexte und die in dem einzelnen Gebrauchskontext hochfrequenten partikelhaltigen Konstruktionen, von einer Grundbedeutung der jeweiligen Abtönungspartikel ausgehend, herausgearbeitet werden. Obwohl diese Eigenschaft, dass die Abpn Affirmation zu bestimmten Kontexten aufweisen, in einem großen Teil der Literatur schon angeschnitten und ihre didaktische Bedeutung hervorgehoben wird (vgl. Thurmair 2010: 6; Rinas 2006: 114–115; Bastert 1985: 40 usw.), wird sie empirisch sprachwissenschaftlich bisher wenig erforscht2. Dabei←15 | 16→ könnte sie einen guten Ausgangspunkt für die Didaktisierung der Abtönungspartikeln bilden. Diese...

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