Show Less
Restricted access

Metaphern im Zuwanderungsdiskurs

Linguistische Analysen zur Metaphorik in der politischen Kommunikation

Series:

Martin Wichmann

Die linguistische Studie untersucht die Metaphorik im Zuwanderungsdiskurs auf einer breiten Datengrundlage bestehend aus Parteiprogrammen, Plenardebatten und politischen Talkshows. Der Untersuchungszeitraum umfasst auch die kontroverse «Sarrazin-Debatte». Der Fokus liegt auf dem Aspekt der Arbeitsmigration. Metaphern wie Parallelgesellschaft, Willkommenskultur oder Zuwanderungssteuerung spielen eine zentrale Rolle im politischen Diskurs und prägen diesen auch. Innovativ sind der Einbezug der Verwendungskontexte und die Analyse mündlicher Sprachdaten. Die Untersuchung liefert die zentralen Konzepte und Metaphern in Bezug auf Zuwanderung. Dabei zeigt sich, dass die Metaphorik im Zuwanderungsdiskurs einem zeitlichen Wandel unterliegt.

Show Summary Details
Restricted access

0. Einleitung

Extract



Abstract: Immigration is a much debated topic and one of the key issues in modern society. The analysis discusses the central metaphors describing immigration and will also delineate how metaphors influence the political discourse. A critical analysis of the use of metaphors will also be provided.

Keywords: immigration; metaphors; metaphor use; political discourse

Untersuchungsgegenstand

Zuwanderung ist ein hoch aktuelles und gesellschaftlich relevantes Thema. Seine Aktualität zeigt sich darin, dass die Flüchtlingskrise zur Zeit im Zentrum des öffentlichen Interesses steht. Zuwanderung ist immer wieder Gegenstand aktueller gesellschaftlicher Debatten, wie die Reform des Staatsbürgerschaftrechts, die „Sarazzin-Debatte“, die Diskussion um ein neues Zuwanderungsgesetz und die Flüchtlingskrise deutlich machen. Die gesellschaftliche Relevanz ergibt sich daraus, dass ein gesellschafliches Phänomen analysiert wird, das umstritten und auf Grund seiner Komplexität auch schwierig ist. Die Analyse der Metaphorik ermöglicht es, verschiedene Einstellungen und Sichtweisen auf Zuwanderung herauszuarbeiten, die miteinander konkurrieren und partiell auch Rückschlüsse auf den gesellschaftlichen Umgang mit Zuwanderung zulassen. Dieser gesellschaftliche Umgang lässt sich auch problematisieren, indem z.B. einzelne Metaphern als unangemessen kritisiert werden. Die Ergebnisse könnten auf Grund ihres gesellschaftlichen Mehrwerts auch für benachbarte Disziplinen wie die Soziologie interessant sein.

Gegenstand dieser Arbeit ist die Analyse der Metaphorik im Zuwanderungsdiskurs. Ob Willkommenskultur, Zwangsgermanisierung, Gastarbeiter, ankommen, steuern oder begrenzen, Metaphern kommt im Zuwanderungsdiskurs eine prominente Stellung zu. Zur Kennzeichnung von Metaphern werden i.d.R. typographische Unterscheidungen vorgenommen. Ich folge den Darstellungskonventionen von Lakoff/Johnson (2004/1980)...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.