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Militär und Gesellschaft in Preußen – Quellen zur Militärsozialisation 1713–1806

Archivalien im Land Brandenburg – Teil I: Brandenburgisches Landeshauptarchiv (1. Hälfte). Bearbeitet von Peter Bahl, Claudia Nowak und Ralf Pröve

von Jürgen Kloosterhuis (Band-Herausgeber:in) Bernhard R. Kroener (Band-Herausgeber:in) Klaus Neitmann (Band-Herausgeber:in) Ralf Pröve (Band-Herausgeber:in)
©2014 Andere XLIV, 498 Seiten
Open Access

Zusammenfassung

Für Alltag, Sozialleben und Erfahrungshorizont der Menschen in der Vormoderne waren militärische Aspekte allgegenwärtig. Das gesellschaftsgeschichtlich ausgerichtete Quelleninventar für die preußische Zentrallandschaft von der Elbe bis zur Oder führt tief in diese Welt. Es stellt eine Arbeitsgrundlage für ein breites historisches Forschungsspektrum zur Verfügung. Dieser erste von drei Teilen enthält eine ausführliche Einleitung mit Benutzungshinweisen und erschließt über 6.000 Archivalien des Brandenburgischen Landeshauptarchivs aus Oberbehörden der Kurmark Brandenburg von 1713 bis 1806.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhalt
  • Vorwort der Herausgeber
  • Einleitung
  • – Durchführung des Projektes
  • – Sachliche und zeitliche Aufnahmekriterien
  • – Geographische Abgrenzung
  • – Erfasste Archive und Bestände
  • – Verzeichnungskriterien
  • – Hinweise zur Benutzung der Sachsystematik
  • – Hinweise zur Benutzung der Indices
  • – Literatur (Auswahl)
  • – Abkürzungen
  • Kurmärkisches Kammergericht
  • Kurmärkische Lehnskanzlei
  • Kurmärkisches Konsistorium
  • Kurmärkische Kriegs- und Domänenkammer
  • – Allgemeine Kammer-Sachen
  • – Präsidialregistratur
  • – Städteregistratur
  • – Domänenregistratur
  • – Bauregistratur
  • – Forstregistratur
  • – Vermessungsregistratur
  • – Rechnungsregistratur
  • – Karten
  • Kurmärkisches Amtskirchenrevenuendirektorium
  • Kurmärkische Stände
  • Schöppenstuhl zu Brandenburg/Havel
  • Universität Frankfurt/Oder
  • Joachimsthalsches Gymnasium
  • Reihenübersicht

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Vorwort der Herausgeber

Die Ursprünge dieses umfangreichen Inventars liegen im weiland preußischen Westfalen. An den Überlieferungen des damaligen Staatsarchivs Münster wurde in den 1980er Jahren der Ansatz erprobt, militärgeschichtlich relevante Quellen für Kleve und Mark, Tecklenburg und Lingen, Minden und Ravensberg aus den Akten der zivilen staatlichen und ständischen Provenienzen des 18. Jahrhunderts herauszufiltern. So sollte Licht in das Dunkel gebracht werden, das sich seit dem Verlust des Heeresarchivs Potsdam 1945 über die einstige Präsenz der preußischen Armee zwischen Rhein und Weser von 1713 bis 1806 gelegt und in den 1950/60er Jahren Spielraum für jene These des Berliner Historikers Otto Büsch geboten hatte, die aus einem notgedrungen begrenzten Fundus gedruckt zugänglicher Informationen die Anfänge einer sozialen Militarisierung der preußisch-deutschen Gesellschaft im 18. Jahrhundert auszuloten versuchte. Den Dreh- und Angelpunkt dieser unter den Vorzeichen der einst dominanten Sonderwegs-Theorie und neuen gesellschafts-politischen Rahmenbedingungen anscheinend erklärungskräftigen Ansicht bildete die Analyse des sogenannten Kantonsystems, das in ganz Preußen ab 1733/35 wirksam wurde. Nur im Westen der Monarchie konnte es aufgrund der dort herrschenden, nicht guts-, sondern grundherrschaftlich geprägten agrarischen sowie der gewerblichen und protoindustriellen Wirtschafts- und Sozialstrukturen angeblich nicht greifen, sodass der „preußische Militarismus“ hier – und dies hieß stillschweigend immer auch: im Hoheitsgebiet der damaligen Bundesrepublik – keinen Nährboden fand. Doch die Büsch-These hielt dem in Münster in Hülle und Fülle neu zu Tage geförderten Aktenmaterial der preußischen Provenienzen des Ancien Régime nicht stand. Die mit dem Vetorecht begabten Quellen belegten klar und deutlich, dass das Kantonsystem in die westfälischen Wirtschafts- und Sozialstrukturen einerseits sehr wohl implantiert werden konnte, doch andererseits dieser Prozess nicht auf eine Sozialmilitarisierung mit Langzeitschäden hinauslief, sondern bis zum Umbruch 1806 die Sozialisierung des Militärsystems in das ländliche wie städtische gesellschaftliche Umfeld jener Territorien herbeiführte, die damals zur preußischen Königskrone gehörten.

Vielleicht wäre die quellengestützte Falsifizierung der überholten These nach ihrer Publizierung 1992 allenfalls landesgeschichtlich wirksam geworden, wenn sie nicht in einen historiographischen Prozess eingemündet wäre, der in den 1990er Jahren auf die Rehabilitierung der modernen militärgeschichtlichen Forschung im Hochschul-bereich hinauslief. Das seit 1945 aus Gründen mit einem Negativ-Tabu belegte „Schmuddelkind“ mauserte sich zur rehabilitierten Wissenschaftsdisziplin, deren Fragen und Antworten für die Ereignis-, Struktur- oder Personengeschichtsforschung insbesondere in den Datums-Grenzen der Frühen Neuzeit relevant wurden. Ob in Mikrokosmen oder auf Regierungsebene, ob als Alltags- oder Krisenzeiten-Analyse konzipiert, mit Blick auf „kleine Männer“ oder „große Kriegsherren“: Die Arbeiten der „neuen Militärgeschichte“ leisteten immer selbstverständlicher ihren Beitrag zu einem kulturwissenschaftlich determinierten Vergangenheits-Bild. Immer deutlicher ← VII | VIII → erschien im Zuge innovativer Forschungen Brandenburg-Preußen als „Militärmon-archie“ im europäischen Normalmaß, wenn seine Kurfürsten und Könige (v. a. zwischen 1713 und 1786) ihre gesamtstaatlichen Integrationsvorstellungen über das Instrument der Armee symbolpolitisch artikulierten. In diesem Rahmen stellte die Armee aber keinen von der Gesellschaft geschiedenen Sozialkörper dar. Der Untertan lebte eben als sozialisierter Soldat gleichzeitig in verschiedenen sich überschneidenden Lebenswelten, deren gegebenenfalls vorhandenes Konfliktpotential er oft zum eigenen Vorteil auszuhandeln verstand. Die historische Realität ließ eine Dominanz des Militärischen einfach nicht zu, geschweige denn eine Übertragung militärischer Normen und Wertvorstellungen auf die gesamte Bevölkerung, wie sie im später 19. Jahrhundert die politischen Kulturen Europas mehr oder weniger und allemal unheilvoll prägte.

Eine Tagung in Potsdam machte 1995 erstmals diesen historiographischen Fortschritt deutlich; am Rande eben dieser Tagung wurde von einem Archivar und einem Historiker die Übertragung des in Münster geglückten westfälischen Quellenmodells auf die preußischen Kernregionen zwischen Elbe und Oder ins Auge gefasst. Dafür standen die Chancen gut, weil im Gefolge der deutschen Wiedervereinigung die für ein solches Unternehmen wichtigsten Archive wieder uneingeschränkt benutzbar waren. Das konnte gelingen, als das vom Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz und dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Militärgeschichte an der Universität Potsdam konzipierte Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die entscheidende Förderung erhielt. Dafür ist der DFG auch an dieser Stelle vor allem und allen sehr herzlich zu danken.

Dient der auf dieser Basis entstandene Nachweis militärgeschichtlich relevanter Quellen in zivilen Provenienzen nach wie vor dem womöglichen Ersatz des bei der Ausbombung des Potsdamer Heeresarchivs verlorenen Aktenmaterials, greift sein angestrebter Forschungsimpuls also längst über die überkommene Falsifizierung der Büsch-These hinaus in den Bereich moderner kulturwissenschaftlicher Fragestel-lungen, die sich mit einer weiteren differenzierten Auslotung des Verhältnisses von Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit beschäftigen wollen. Diesem Anliegen will das Inventar für das preußische Beispiel als Quellenwegweiser dienen. Dafür erschließt es archivische Bestände, Nachlässe und Sammlungen auf zentraler, provinzialer und lokaler Behördenebene, von staatlichen, nichtstaatlichen und personalen Provenienzen, im geographischen Bereich zwischen Elbe und Oder, im Zeitraum von 1713 bis 1806. Deswegen sind seine ca. 30.400 Verzeichnungseinheiten tiefenanalytisch verzeichnet, provenienzgerecht klassifiziert und v. a. durch eine Sachsystematik erschlossen, die in drei Hauptgruppen (1. Militär als System, 2. Militär und Gesellschaft, 3. Militär und Staat), 14 Gruppen und 60 Themenfelder einen differenzierten Zugriff auf das reichhaltige Material ermöglicht. Alles das wird in den vorliegenden Bänden für die Archivalien in Berlin, Dessau und Leipzig sowie die im Land Brandenburg publiziert, zwar aus äußeren Gründen in zwei Schriftenreihen, in den „Arbeitsberichten“ innerhalb der „Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz“ bzw. in den „Quellen, Findbüchern und Inventaren des Brandenburgischen ← VIII | IX → Landeshauptarchivs“, aber als Teile eines aus gemeinsamer Wurzel stammenden und aufeinander abgestimmten Gesamtwerkes. Selbstverständlich sind die Ergebnisse auch über die websites des Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz und des Brandenburgischen Landeshauptarchivs online recherchierbar gemacht.

Vielleicht können Facetten der preußischen Militärsozialisation in beiden Teilen schon durch deren Einband-Illustrationen vor Augen geführt werden. So zeigen die brandenburgischen Bände Dismar Degens Potsdamer Jägertor-Gemälde von 1731, das vor der Architekturkulisse in einer Alltagsszene unter dem vom König und seinen Großen Grenadieren garantierten Schutz bürgerliche Wirtschaft und moderne Zivilisation gedeihen ließ. Nach Berlin führt das Bild eines unbekannten Künstlers, das die Bände des ersten Inventarteils schmückt: in eine Apotheke, in der sich um 1770 Frauen und Männer, Zivil und Militär in bunter Mischung vereinen. Am offenbar geselligen Ort holt ein Musketier vom Regiment Nr. 19 mit bemerkenswerter (aber vielfach berichteter) Höflichkeit eine Medizin ab, während sich der Herr Unteroffizier vom (bekanntlich durch Ueli Bräker berühmt gewordenen) Regiment Nr. 13 an Ort und Stelle gestärkt hat – sie beide durch den bunten Rock augenfällig bezeichnet und gleichzeitig subdominanter Teil des sie umgebenden Stadtbürgertums.

Werden mit den beiden Teilen des Inventars ebenso der altehrwürdigen Archivwissenschaft wie der Neuen Militärgeschichte für ihre weiteren Arbeiten zahlreiche Ansatzpunkte verschafft, hat ein solcher Erfolg viele Mütter und Väter. Der ursprüngliche Herausgeberkreis Jürgen Kloosterhuis, Bernhard R. Kroener und Klaus Neitmann, zu denen sich später Ralf Pröve gesellte, haben insbesondere ihrer Erschließungsgruppe zu danken. Sie bestand aus Peter Bahl, Claudia Nowak und Ralf Pröve, die fundierte militär- und landesgeschichtliche Kenntnisse mit archivischer Arbeitserfahrung vereinten. Das Trio kumulierte zwischen 2002 und 2004 in einer Datenbank eine gewaltige Erschließungsmenge, die danach in nicht geringerer Herkulesarbeit in publikations- bzw. internetfähige Dateien umzuwandeln war. In Potsdam besorgten das Peter Bahl, in Berlin ebenso das im GStA PK für die Armee-Überlieferung zuständige Referat wie die IT-Arbeitsgruppe und der Systemadministrator. Sie alle sind für ihr Engagement in Sachen Militärinventar hoch zu loben und sehr zu bedanken, denn ohne sie wäre die Aufgabe kaum bewältigt worden. Damit hat ein archivisches und geschichtswissenschaftliches Projekt seinen Abschluss gefunden, der zugleich den Ausgangspunkt für neue Fragestellungen der Forschung an zentralen Problemen der Frühen Neuzeit (nicht nur) in Preußen bietet.

Berlin und Potsdam, im Frühjahr 2013

Prof. Dr. Jürgen Kloosterhuis

Prof. Dr. Bernhard R. Kroener

PD Dr. Klaus Neitmann

Prof. Dr. Ralf Pröve ← IX | X →

*

Mit der hier vorgelegten Publikation „Militär und Gesellschaft in Preußen. Quellen zur Militärsozialisation 1713–1806. Archivalien im Land Brandenburg“ wird die Schriftenreihe „Quellen, Findbücher und Inventare des Brandenburgischen Landeshauptarchivs“ um ein, gemessen an den bislang in ihr herausgebrachten Bänden, außergewöhnliches Werk bereichert. Dabei liegen die besonderen Umstände nicht so sehr darin, dass das Inventar sich nicht auf die Bestände des Brandenburgischen Landeshauptarchivs beschränkt – auch wenn die Masse des aufbereiteten Stoffes aus ihnen stammt –, hat die Reihe doch schon zuvor wiederholt andere Archive in Brandenburg und deren Überlieferungen einbezogen, auf Grund der Absicht, dass sie über ihre Konzentration auf das Brandenburgische Landeshauptarchiv hinaus auch allen anderen Archiven und Archivsparten, die in diesem Land bestehen, geöffnet sein und deren Darstellung dienen soll. Die besonderen Umstände ergeben sich vielmehr vorrangig aus der Gestaltung des Inventares. Sogenannte sachthematische Archivinventare wollen den Benutzerinteressen, die auf ein bestimmtes Thema ausgerichtet sind, die dazugehörigen Quellen suchen und dabei auf eine anders geartete archivische Ordnung, die zumeist nach dem Provenienzprinzip geschaffenen Bestände stoßen, entgegenkommen, indem sie alle auf dieses Thema bezüglichen Quellen aus einem oder mehreren Archiven ermitteln und zusammenstellen, ggf. durch Enthält-Vermerke die Angaben der vorhandenen Verzeichnung durch zusätzliche, für das fragliche Thema bedeutende Informationen ergänzen. Gemeinhin und zu Recht werden dabei der Gliederung dieser Inventare weiterhin die einzelnen Bestände bzw. Provenienzen zugrunde gelegt, denn allein dadurch kann der quellenkritisch unverzichtbare Hinweis auf die Herkunftsstelle der jeweiligen Einheit und auf den Zusammenhang der Überlieferung, in den sie eingebettet ist, nachdrücklich sichtbar gemacht werden. Die an Personen, Orten und Sachen orientierten Erwartungen des Historikers werden infolgedessen vornehmlich durch Personen-, Orts- und Sachregister bedient, so dass er mit deren Hilfe gezielt die für seinen Gegenstand einschlägigen Quellenbetreffe zu erfassen vermag.

Unser Werk geht aber über solche traditionellen Hilfestellungen deutlich hinaus, indem seine Bearbeiter bemüht waren, ihre Quellenfunde in ihrer Gesamtheit nach sachlichen Gesichtspunkten zu ordnen und sie thematisch zu gliedern. Die aus drei Hauptgruppen und 14 Gruppen mit 60 speziellen Themenfeldern bestehende Systematik bietet die umfassende sachliche Gliederung des Gegenstandes „Militär und Gesellschaft in Preußen 1713–1806“, wie sie aus den zusammengetragenen Archivalien abgeleitet ist, bietet gewissermaßen deren Aufbereitung nach Pertinenzprinzip. Der Benutzer gewinnt dadurch nicht nur einen umfassenden Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte der vorhandenen Überlieferung, sondern er wird sicherlich Sachgesichtspunkte kennenlernen, die bislang noch gar nicht in sein Blickfeld getreten waren und die es ihm ermöglichen, seine Fragestellung nochmals zu bedenken und sich ggf. an Hand der vorhandenen Quellen neu zu orientieren. Ein solches Ergebnis war, wie nochmals betont werden soll, nur dadurch zu erreichen, dass die Inventarisierung ← X | XI → der archivalischen Zeugnisse von klaren, aus der gegenwärtigen militär- und gesellschaftsgeschichtlichen Forschungsdebatte stammenden Vorstellungen über die zu berücksichtigenden allgemeinen und besonderen Inhalte gespeist wurde. Die Einleitung drückt diesen Sachverhalt mit der wohlgelungenen Formulierung aus, dass die Forschungsergebnisse der „Neuen Militärgeschichte“ „in die dem Inventar beigegebene Sachsystematik, die den aktuellen Forschungsstand gleichsam in Form eines Fragenkataloges spiegelt, eingeflossen“ sind.

Das Brandenburgische Landeshauptarchiv schätzt sich glücklich, dass die für die Militärsozialisation in der Mark Brandenburg in dem knappen Jahrhundert vom Regierungsantritt Friedrich Wilhelms I. 1713 bis zum Untergang des alten Preußen 1806 einschlägigen Quellen aus seinen eigenen Beständen und denen anderer brandenburgischer Archive in diesem Druckwerk in vorbildlicher Weise erschlossen worden sind. Dessen Vorlage wäre nicht zustande gekommen, wenn sich nicht der Bearbeiter Peter Bahl nach dem Abschluss des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes die erheblichen Schwierigkeiten, die sich danach absehbar und unabsehbar auf dem sehr langen Weg von der Datenbank bis zur Herstellung des Druckmanuskriptes in den Weg stellten, unverdrossen vorgenommen und sie schließlich in mühevollen Anstrengungen überwunden hätte. Ihm und seinem Einsatz fühlt sich daher der Reihenherausgeber zu ganz besonderem Dank verpflichtet.

Potsdam, im Sommer 2013

PD Dr. Klaus Neitmann

Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs

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Einleitung

Für die Entscheidung, ein sachthematisches Quelleninventar zur preußischen Militärgeschichte 1713–1806 mit dem besonderen Fokus auf Kontakten zwischen Militär und Gesellschaft zu erstellen, waren zwei wesentliche Voraussetzungen ausschlaggebend. Zum einen – in archivischer Perspektive – soll das Inventar die schwierige Situation auszugleichen helfen, die für die Forschung seit 1945 durch den Verlust des Heeresarchivs Potsdam besteht. Gezielt wurde daher vor allem in nichtmilitärischen Provenienzen nach möglichen Ersatzüberlieferungen oder doch Vergleichbarem gesucht. Zum anderen – in geschichtswissenschaftlicher Perspektive – soll der Forschung aussagekräftiges Material zur Verfügung gestellt werden, dass Antworten auf neue Fragen zur Innenansicht des brandenburg-preußischen Militärsystems und vor allem zum Alltag im frühmodernen Staat erlaubt. Denn nur wenn Militär und Gesellschaft gleichzeitig betrachtet und mit struktur-, gesellschafts- und kulturgeschichtlichem Blick deren Verschränkung im Alltag der Menschen berücksichtigt wird, entsteht ein vollständiges Bild, während das Militär von der älteren Forschung – in unzutreffender Projektion moderner Verhältnisse auf die Frühe Neuzeit – fast stets als isolierter Faktor behandelt worden ist. Ziel ist daher, einen struktur- und gesellschaftsgeschichtlich inspirierten Wegweiser zur einschlägigen Überlieferung zu bieten. Die „Neue Militärgeschichte“ hat in den letzten Jahrzehnten das Feld entsprechend vorbereitet und neu abgesteckt.1 Ihre Forschungsergebnisse sind in die dem Inventar beigefügte Sachsystematik, die den aktuellen Forschungsstand gleichsam in Form eines Fragenkataloges spiegelt, eingeflossen.

Betont sei, dass im Inventar (wie in den Akten) das Militär als Binnensystem zwar stets berücksichtigt wird, aber nicht im Zentrum steht, sondern dass der Fokus auf der Interaktion von Militär und Gesellschaft, auf dem Verhältnis von Soldat (wie auch den militärischen Einheiten und Behörden) einerseits und Bürger, Bauer oder Adligem (wie auch den zivilen Behörden) andererseits liegt. Im Zentrum des Interesses wie der Aktenüberlieferung steht die Reaktion der Untertanen, der Städte und Dörfer, der Stände und Zivilbehörden auf das Militär und den das Militär, die Armee fördernden Staat. Daher nimmt der Bereich der direkt oder indirekt dem Militär dienenden Steuern, Abgaben, Lasten (Einquartierung usw.) und Dienste ebenso wie die mannigfachen Vorgänge der Bewältigung von direkten oder indirekten Kriegsfolgen einen großen Raum ein (auch erschlossen über Sachindex und geographischen Index). Zentral ← XIII | XIV → ist ferner der biographische Fokus, der den einzelnen Soldaten z. B. mit einem zivilen Nebenverdienst in die Gesellschaft hineingestellt oder als Invaliden in sie hineinwachsen sieht und der mannigfache Strategien zur Bewältigung des Lebens bis hin zu privaten Vermögensangelegenheiten offen zu legen hilft. Großer Wert wurde daher auf die Identifizierung auch der Angehörigen der untersten Dienstgrade gelegt (siehe den Personenindex).

Das Inventar erschließt insofern eine Fülle an Vorgängen aller Art. Der Benutzer sollte sich über die Grenzen des Inventars und die Gefahren bei deren Unterschätzung gleichwohl im Klaren sein. Das grundsätzliche Dilemma eines sachthematischen Inventars besteht darin, dass es mit einem mehr oder weniger engen Fokus Archivalien auswählt und letztlich aus dem gewachsenen Entstehungszusammenhang reißt, der allein z. B. über die Relevanz eines Vorgangs in der Perspektive der aktenproduzierenden Behörde Auskunft geben kann. Einen direkten oder indirekten Militärbezug könnte man zudem in weit mehr Akten finden, als hier aufgenommen werden konnten. Nicht immer ließen sich zufallsbedingte, auf der vorgefundenen Erschließungstiefe aufbauende Entscheidungen für eine Aufnahme in das Inventar vermeiden, wenn etwa in dem einen Findbuch militärische Dienstgrade von in Aktentiteln erwähnten Gutsbesitzern aufgenommen, im anderen aber weggelassen worden waren, so dass die Akte im letzteren Fall durch das Raster der Projektes fallen musste. Mit der prophylaktischen Aufnahme der Mehrheit aller überlieferten Akten des Zeitraums wäre aber der Forschung kaum gedient. Es mussten Schneisen geschlagen und Inkonsequenzen in Kauf genommen werden, zumal aus Zeitgründen gar nicht jede Akte eingesehen werden konnte. Der Benutzer sollte das Inventar daher als einen ersten Wegweiser nehmen, dem im konkreten Fall die intensivere Beschäftigung mit den entsprechenden Archivbeständen – in ihrer Gänze, über die hier ausgewählten Verzeichnungseinheiten hinaus – immer folgen muss. Nicht nur die Provenienz einer Akte ist aber unbedingt immer mitzubedenken, so sehr der vom Inventar ermöglichte punktuelle Zugriff auf sie das zunächst ausblenden mag. Sondern es ist zwingend erforderlich, einzelne Vorgänge auch in den zeitgenössischen gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen, der bei jeder noch so speziellen Fragestellung unbedingt dazugehört. Was mit der Erstellung des Inventars gleichsam künstlich aus ihm herausgelöst wurde, muss der Benutzer wieder mit diesem zusammendenken und zusammenführen.

Verzichtet werden musste aus Zeit- und Platzgründen auch auf die Beigabe der aber zumeist in den entsprechenden Beständeübersichten der Archive ohnehin zugänglichen Archiv- und Bestandsgeschichten. Auch bestandsspezifische Hinweise auf die jeweilige Relevanz für militärgeschichtliche Fragestellungen konnten, obgleich von den Bearbeitern zunächst vorgesehen und teilweise notiert, aus Zeitgründen nicht beigefügt werden. Der Benutzer sollte sich daher in jedem einzelnen Fall nicht nur der unmittelbaren Akteneinsicht widmen, sondern mindestens parallel auch die Informationen der Beständeübersicht bzw. die jeweilige Findbucheinleitung und ggf. auch weitere verwaltungsgeschichtliche Literatur zur Kenntnis nehmen.

Insgesamt erschließt das Inventar über 30.000 Verzeichnungseinheiten aus 36 Archiven, Bibliotheken, Museen und sonstigen Einrichtungen (Teil I „Archivalien in ← XIV | XV → Berlin“: 17.474; Teil II „Archivalien in Brandenburg“: 13.106). Die Indices verweisen den Benutzer auf rund 6.000 Sachbegriffe, rund 1.500 geographische Namen (vorwiegend Städte und Gemeinden) sowie ca. 8.000 Personen militärischen und zivilen Standes.

Durchführung des Projektes

Den beiden in Buchform publizierten Teilen des Inventars liegt eine Datenbank zugrunde, die in den Jahren 2002–2004 während eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes am Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA PK) in Berlin erstellt wurde. Die Projektgruppe setzte sich aus drei wissenschaftlichen Mitarbeitern zusammen, die für zwei Jahre (1. 9. 2002 bis 31. 8. 2004, verlängert um einen Monat bis 30. 9. 2004) eingestellt wurden. Als (Militär-) Historiker und Leiter des Projektteams fungierte der durch seine Forschungen zur Neuen Militärgeschichte sowie zur Sozial- und Gesellschaftsgeschichte ausgewiesene Historiker PD (jetzt Prof.) Dr. Ralf Pröve (Universität Potsdam). Die beiden archivarischen Stellen waren besetzt mit dem archiv- und quellenerfahrenen Frühneuzeit- und Landeshistoriker Dr. Peter Bahl sowie der durch ihre Mitarbeit an dem sachthematischen Quelleninventar zur Geschichte der Juden (Band Schlesien) vorbereitete Diplom-Archivarin und Historikerin Claudia Nowak, M. A. Für die IT-technischen Fragen während des Projektes sowie die Lösung der diffizilen Probleme bei der anschließenden Überführung in eine Druckfassung standen zur Verfügung aus dem GStA PK Dr. Susanne Brockfeld, Dr. Ulrich Kober, Werner Lamm, Sylvia Rose und Klaus Tempel sowie aus der Firma Editura GmbH & Co. KG (Berlin) Kilian Schmidtner und Silvio Wiese.

Erstellt wurde eine ACCESS-Datenbank, deren Maske 21 Felder enthält.2 Da alle drei Bearbeiter gleichzeitig mit der Datenaufnahme befasst waren, entsprach die Reihenfolge der Datensätze in der Datenbank nur bei kleineren Beständen exakt der des Findbuches. Bei umfangreichen Beständen wurde die Datenaufnahme auf das Projektteam aufgeteilt. Die nachträgliche Zusammenführung dieser Datenmengen pro Bestand musste für die Druckfassung, auch wegen einzelner nachträglich aufgenommenen Datensätze, innerhalb der untersten Klassifikationsstufen teilweise nach Laufzeit, nicht nach Findbuchreihenfolge vorgenommen werden.

Bei einer Vorprüfung der in Frage kommenden Archivbestände anhand der Findmittel wurde zunächst eine statistische Hochrechnung erstellt. Schon dabei zeigte sich, dass die anfänglichen Erwartungen, wie sie auch in den DFG-Antrag Eingang gefunden hatten, aufgrund des erweiterten Fokus auf Überlieferungen nichtmilitärischer Provenienz, aber eben auch angesichts der frühneuzeitlichen Lebenswirklichkeit ← XV | XVI → bei weitem übertroffen wurden. Statt der ursprünglich geschätzten 11.000 Datensätze enthielt die Datenbank am Projektende über 30.000 Datensätze, d. h. Verzeichnungseinheiten. Während die in den Bundesländern Berlin und Brandenburg ansässigen Archive nahezu vollständig berücksichtigt werden konnten, musste auf die Einbeziehung der Archive im Land Sachsen-Anhalt mit Ausnahme ausgewählter Bestände des Dessauer Standortes des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt verzichtet werden, da die Berücksichtigung der in Magdeburg bereits vorläufig erfassten Verzeichnungseinheiten innerhalb des DFG-Bewilligungszeitraumes nicht mehr möglich war.

Sachliche und zeitliche Aufnahmekriterien

Wer frühneuzeitliche Akten staatlicher Überlieferung liest, wird feststellen, dass – so übertrieben dies zunächst klingen mag – bei näherer Betrachtung und mit dem umfassenderen sozialgeschichtlichen Blick in fast jedem Vorgang ein direkter oder indirekter Militärbezug erkennbar wird. Zu dieser Erkenntnis sind die Bearbeiter jedenfalls bei der laufenden Projektarbeit recht bald gelangt, vor allem immer dann, wenn sie im Einzelfall einen „verdächtigen“ Aktentitel hinterfragen wollten und die Akte direkt eingesehen haben. Grundsätzlich ist im Zweifel daher eher mehr aufgenommen worden. Es war jedoch nicht möglich, beispielsweise die zahlreichen Akten zur Stellenbesetzung in den Magistraten sowie bei Feldhütern, Küstern, Lehrern usw. aufzunehmen, wenn im Aktentitel kein Militärbezug erkennbar war. In diesen Akten sind jedoch stets zahlreiche Fälle von Invalidenversorgung zu vermuten, und nicht selten schildern ehemalige Soldaten darin sogar ihren Werdegang. Derlei Akten sind zuhauf in den entsprechenden Archiven überliefert, sie können – wie vieles andere – im vorliegenden Inventar nicht in Gänze erschlossen werden.

Der Zeitraum 1713–1806 war zwar grundsätzlich als Kriterium der Ausschließung älterer wie jüngerer Archivalien zu beachten. Doch auch hier konnte nicht streng schematisch jeder gewachsene Überlieferungszusammenhang gleich behandelt werden. So sind – mit dem biographischen Argument – auch z. T. deutlich jüngere Vorgänge einbezogen worden, wenn sie die Lebensbilanz von Personen betreffen, die zumindest das Jahr 1806 nachweislich bereits als junge Militärangehörige erlebt hatten oder dies vermutet werden durfte. In erster Linie betrifft dies Testamente, vor allem die große Überlieferung der Testamentsakten des Kurmärkischen Kammergerichts (BLHA), bei denen je nach Dienstgrad und Laufzeit im Einzelfall für eine Aufnahme entschieden wurde, wenn eine Militärzugehörigkeit vor 1807 als wahrscheinlich anzusehen war.

Dagegen sind die häufigen Sachaktenserien, nicht selten auch mehrbändige Akten, die das Jahr 1806 bald für nur wenige, bald für mehrere Jahre überschreiten, streng nur bis 1806 berücksichtigt worden. Ob eine Fortsetzung existiert, muss im archivischen Findmittel nachgesehen werden. Diese strengere Begrenzung war nicht zu umgehen, da gerade aus den Jahren 1806 bis 1815 eine sehr zahlreiche Aktenüberlieferung vorliegt, insbesondere im GStA PK, aber auch in mehreren anderen Archiven. ← XVI | XVII →

Geographische Abgrenzung

Entsprechend dem Projektantrag, der sich – im Interesse eines komparatistischen Ansatzes – auf die Überlieferung zu den Territorien Kur- und Neumark einerseits sowie Magdeburg und Halberstadt andererseits erstreckte, sind die für den Zeitraum 1713–1806 relevanten Gebiete bzw. Behörden berücksichtigt worden, soweit ihr Schriftgut in Archive auf dem Gebiet der heutigen Länder Berlin und Brandenburg gelangt ist. So konnten auch die Magdeburg-Halberstadt betreffenden Archivalien, die sich in Archiven in Berlin oder Brandenburg befinden, mit in das Inventar aufgenommen werden. Dies betrifft insbesondere die entsprechenden Departements des Generaldirektoriums (GStA PK) und die entsprechenden Akten der Kurmärkischen Lehnskanzlei (BLHA). Von den Beständen, Nachlässen und Sammlungen des GStA PK sind zeitlich in Frage kommende, auf die Regierung bzw. Verwaltung des Gesamtstaates bezogene Reposituren aber ohnehin grundsätzlich komplett berücksichtigt und „Militärbetreffe“ in der Regel ohne geographische Begrenzung aufgenommen worden.3 Dies gilt nicht für den großen Block des Generaldirektoriums, wo von den Territorialdepartements ausschließlich Kurmark, Neumark, aber eben auch Magdeburg und Halberstadt ausgewertet wurden.

Ausnahmsweise sind aus dem Bereich des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt die am Standort Dessau aufbewahrten Nachlässe der anhaltinischen Fürsten ausgewertet worden, soweit es sich bei diesen um preußische Offiziere bzw. Regimentschefs handelte. Auf diese Weise konnten sogar Akten aus deren Regimentern berücksichtigt werden. Mit ganz wenigen Ausnahmen ist das Dessauer Archiv, dessen anhaltischer Sprengel außerhalb des preußischen Projektrahmens liegt, ansonsten nicht, also vor allem bezüglich der anhaltischen Landesverwaltung nicht berücksichtigt worden.

Der Wechsel der Altmark von Brandenburg (Kurmark) 1815 in die preußische Provinz Sachsen und damit in das Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt bedeutet, dass für diese Region zwar die zuständigen Ober- und Mittelbehörden (in GStA PK und BLHA) und auch ein Teil der Unterbehörden, vor allem die landesherrlichen Ämter (im BLHA), berücksichtigt werden konnten, dass aber die kommunale Ebene und die der Guts-, Herrschafts- und Familienarchive hier fehlt, da diese beiden Beständegruppen im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Standort Wernigerode liegen.

Der Wechsel des größten Teils der Neumark nach Polen 1945 wiederum bedeutet, dass ein Teil der lokalen Überlieferung auch hierfür im Inventar fehlt, da die Bestände des Staatsarchive Landsberg/Warthe und Grünberg im Rahmen des Projektzeitraums nicht durchgesehen werden konnten.4 ← XVII | XVIII →

Heute als auch historisch pommersch verstandene Gebiete, die während des Zeitraums 1713–1806 zur Kurmark gehörten (Kreise Dramburg und Schivelbein), sind mit berücksichigt, soweit Archivalien im GStA PK und BLHA diese betreffen. Lokale Überlieferungen wären wiederum im Staatsarchiv Stettin einzusehen.5 Durch die Berücksichtigung des Archivs der grenzüberschreitend brandenburgisch-pommerschen Herrschaft Schwedt-Vierraden (BLHA) sind ferner einige Pommern-Betreffe in das Inventar gelangt.

Von den im BLHA liegenden niederlausitzischen und sächsischen Beständen wurden mit Ausnahme der aus schon vor 1815 preußischen Gebieten (Cottbus-Peitz)6 ausnahmsweise Akten aufgenommen, wenn sie den Nachlässen preußischer Militärs entstammen (Familienarchiv der Grafen zu Lynar, Lübbenau)7 oder unmittelbare sächsische Grenzangelegenheiten mit Preußenbezug aufweisen (Stadt Brück)8.

Die zahlreichen im GStA PK liegenden Nachlässe von Militärangehörigen sind ohne geographische Einschränkung aufgenommen, da kaum eine der betreffenden Personen im Laufe ihres Lebens nur in einer Provinz Dienst getan hat. Mit dem gleichen ← XVIII | XIX → personengeschichtlich-biographischen Argument sind die Militärkirchenbücher – für den Inventarzeitraum 1713–1806 – komplett aus allen Provinzen berücksichtigt worden, zumal die Garnisonen ebenfalls mannigfache Personalfluktuationen erfuhren. Gleiches gilt für personenbezogene, in den Sammlungen des GStA PK sowie in überregional ausgerichteten Sammlungen wie denen des Deutschen Historischen Museums ermittelte Dokumente.

Die historisch bedingte und bisweilen auch etwas vom Zufall abhängige Verteilung mancher Bestände auf Archive in Berlin und Brandenburg und auch innerhalb Berlins muss der Benutzer in jedem Fall gesondert erkunden. Die Aufteilung der entsprechenden Archivalien auf Teil I (Archive in Berlin) oder II (Archive in Brandenburg) des Inventars erfolgt nach den aktuellen archivischen Verhältnissen. Interessenten müssen daher sowohl bei Berliner Fragen auch den Brandenburg-Teil und umgekehrt benutzen. Dies ergibt sich auch schon aus der Zuständigkeit der Zentral- und Mittelbehörden, über die man sich in den Beständeübersichten der Archive informieren muss, da die Angaben zur Behörden- und Bestandsgeschichte im vorliegenden Inventar nicht mit abgedruckt werden konnten.

Erfasste Archive und Bestände

Grundsätzlich sind alle Archive (und Archivaliensammlungen in Bibliotheken, Museen und Vereinen) mit Sitz in den Ländern Berlin (Teil I) und Brandenburg (Teil II) berücksichtigt worden, soweit sie Bestände oder einzelne Archivalien aus dem bzw. mit Bezug zum Inventar-Zeitraum besitzen.9

Details

Seiten
XLIV, 498
Jahr
2014
ISBN (PDF)
9783653026856
ISBN (ePUB)
9783653998702
ISBN (MOBI)
9783653998696
ISBN (Hardcover)
9783631627167
DOI
10.3726/978-3-653-02685-6
Open Access
CC-BY-NC-ND
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2014 (Februar)
Schlagworte
Sozialgeschichte Preußens Kurmärkische Kriegskammer Kurmärkisches Kammergericht Joafchimsthaler Gymnasium Kurmärkische Domänenkammer Preußische Militärgeschichte
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. XLIV, 498 S.

Biographische Angaben

Jürgen Kloosterhuis (Band-Herausgeber:in) Bernhard R. Kroener (Band-Herausgeber:in) Klaus Neitmann (Band-Herausgeber:in) Ralf Pröve (Band-Herausgeber:in)

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Titel: Militär und Gesellschaft in Preußen – Quellen zur Militärsozialisation 1713–1806