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Der Aufruf «An die Kulturwelt!»

Das Manifest der 93 und die Anfänge der Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg- 2., erweiterte Auflage mit einem Beitrag von Trude Maurer

von Jürgen von Ungern-Sternberg (Autor:in) Wolfgang von Ungern-Sternberg (Autor:in)
©2014 Monographie 381 Seiten
Reihe: Menschen und Strukturen, Band 21

Zusammenfassung

Am 4. Oktober 1914 wurde der von 93 führenden Repräsentanten der deutschen Kunst und Wissenschaft unterzeichnete Aufruf «An die Kulturwelt!» veröffentlicht. Er ist sogleich ein Schlüsseldokument geworden, das bis heute jede Untersuchung des «Kriegs der Geister» im Ersten Weltkrieg entscheidend mit prägt. Diese Studie erhellt in einem ersten Teil ebenso seine Entstehung wie die Motive seiner Verfasser und behandelt dann die spätere Auseinandersetzung mit ihm im In- und Ausland während des Krieges und unmittelbar danach. In einem zweiten Teil wird neues Licht auf die Organisation der deutschen Propaganda im Herbst 1914 geworfen. Die ergänzte Neuauflage wird durch die Darstellung der Rezeption des Aufrufs in Russland durch Trude Maurer in einem bisher unbekannten Aspekt wesentlich bereichert.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Verzeichnis der Abbildungen
  • Vorwort
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Einleitung
  • I. Der Aufruf an die Kulturwelt
  • 1. Die Entstehung des Aufrufs
  • 2. Die Verfasser des Aufrufs oder: Die Metamorphose des Berliner ,Goethebundes‘
  • 3. Die Intention des Aufrufs
  • 4. Die spätere Haltung der Verfasser und Unterzeichner und deutsche Reaktionen
  • 5. Die Reaktion des Auslandes
  • 6. Schlussbetrachtung: Die Verantwortung der Intellektuellen
  • II. Anfänge amtlicher Propagandaorganisation im Herbst 1914
  • 1. Das Nachrichtenbüro des Reichsmarineamtes und das Büro Berg
  • 2. Die Entstehung der Zentralstelle für Auslandsdienst
  • 3. Der Kulturbund deutscher Gelehrter und Künstler
  • III. Der Krieg der Professoren. Russische Antworten auf den deutschen Aufruf An die Kulturwelt (von Trude Maurer)
  • IV. Nachtrag
  • V. Dokumente
  • Quellen- und Literaturverzeichnis
  • Personenregister

Verzeichnis der Abbildungen

1.

Der handschriftliche Entwurf Fuldas (erste Seite)
(Freies Deutsches Hochstift-Frankfurt/M)

2.

Ludwig Fulda
(Freies Deutsches Hochstift-Frankfurt/M)

3.–6.

Der Aufruf ‚An die Kulturwelt!‘ (Schiller-Nationalmuseum und Deutsches Literaturarchiv-Marbach a.N.)

7.

Hermann Sudermann (Schiller-Nationalmuseum und Deutsches Literaturarchiv-Marbach a.N.)

8.

Georg Reicke in seinem Arbeitszimmer, dem Ort der Entstehung des Aufrufs
(Frau Ute Engelhardt)

9.

Französische Postkarte gegen den Aufruf
(Magnus Hirschfeld (Hrsg.), Sittengeschichte des Weltkrieges, Bd. l, Leipzig-Wien 1930,8)

10.

Karikatur von P. van der Hem auf den deutschen U-Boot-Krieg (Nieuwe Amsteerdammer, wieder in: Jean Pierre Auclert, La Grande Guerre des Crayons, Paris 1981, 47)

11.

Deutsche Gründlichkeit
(Simplicissimus 26, 1921, 181 )

12.

Einladungsschreiben zum Protest gegen die ‚lex Heinze‘ (Schiller-Nationalmuseum und Deutsches Literaturarchiv-Marbach a.N.)

13.

Text der Erklärung gegen die „lex Heinze“ (Schiller-Nationalmuseum und Deutsches Literaturarchiv-Marbach a.N.) ← 371 | 372 → ← 372 | 373 →

Vorwort

Forschungsvorhaben ergeben sich bisweilen auch durch glückliche Umstände. So führte das wissenschaftsgeschichtliche Interesse an Eduard Meyer den Althistoriker, das literaturgeschichtliche an Ludwig Fulda den Germanisten unabhängig voneinander zur – zunächst partiellen – Erkenntnis des Beziehungsgeflechts, aus dem der berühmte Aufruf ‚An die Kulturwelt!‘ erwachsen ist.

Für verständnisvolle und entgegenkommende Förderung unserer Arbeit haben wir vielen zu danken. Zunächst den Archiven, in denen wir Akten und Nachlässe einsehen konnten: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften – Bundesarchiv/Militärarchiv, Freiburg i. Br. – Bundesarchiv Koblenz – Bundesarchiv Potsdam – Deutsches Archäologisches Institut, Berlin – Freies Deutsches Hochstift/Frankfurter Goethe-Museum, Frankfurt/M – Harvard University Archives, Cambridge/Massachusetts – Schiller-Nationalmuseum/ Deutsches Literaturarchiv, Cotta-Archiv (Stiftung der Stuttgarter Zeitung), Marbach am Neckar – Universitätsbibliothek Basel – Universitätsbibliothek Genf.

Teile der Arbeit wurden in den Bibliotheken des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin, des Deutschen Historischen Instituts in Rom und des Instituts für Kommunikationsgeschichte der Freien Universität Berlin geschrieben. Ihrem Präsidenten, Prof. Dr. Helmut Kyrieleis, bzw. den Direktoren, Prof. Dr. Arnold Esch und Prof. Dr. Bernd Sösemann, sei für die Gastfreundschaft gedankt.

Frau Prof. Dr. Dorothea Kuhn übernahm es dankenswerterweise, als beste Kennerin der Handschrift die Transkription des Tagebuchs von Hermann Sudermann durchzusehen. Für die Publikationserlaubnis danken wir Frau Dr. Gisela Henze (Hermann Sudermann Stiftung).

Wichtige Erkenntnisse, vor allem zur Biographie Ludwig Fuldas und zur Geschichte des Goethebundes, ergaben sich aus der Arbeit an der Edition ‚Ludwig Fulda. Briefwechsel 1882–1939‘, die von Professor Dr. Bernhard Gajek initiiert und mitherausgegeben wurde. Mancher Quellenhinweis ist Herrn Peter Bittig zu verdanken, der an den Archivrecherchen zu dieser Edition beteiligt war.

Das Foto von Georg Reicke, in dessen Arbeitszimmer der Aufruf entstanden ist, wurde uns von dessen Enkelin, Frau Ute Engelhardt, freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Für die Publikationserlaubnis der ersten handschriftlichen Seite Ludwig Fuldas und dessen Foto danken wir dem Freien Deutschen Hochstift. ← 9 | 10 →

Bereichernd waren die Beiträge der Studierenden zu mehreren thematisch einschlägigen Übungen an der Universität Basel, insbesondere zu einem gemeinsam mit Prof. Dr. Josef Mooser abgehaltenen Seminar.

Um die sorgfältige Gestaltung des Manuskripts haben sich vor allem Frau Kiki Lutz und Frau Adriana Zanetti verdient gemacht.

Den Herausgebern der ‚Historischen Mitteilungen‘, Prof. Dr. Michael Salewski und Prof. Dr. Jürgen Elvert, danken wir für die Aufnahme in ihre Reihe.

Für die sorgfältige Betreuung des Drucks danken wir Frau Angela Höld.

Das Buch ist dem Andenken an František Graus gewidmet. „Als Historiker, der als Jude durch die deutschen KZ gegangen ist“, schrieb er in einem bleibend lesenswerten Aufsatz: „Die gesamte Vergangenheit kann uns sehr wohl als bloßes absurdes Theater erscheinen – aber auch wir spielen darin unsere bescheidene Rolle und müssen versuchen, das Bestmögliche herauszuholen. Wir tragen die Last der Vergangenheit in uns, und es gibt bisher keine Gemeinschaft, die der historischen Dimension entsagen oder vor ihr fliehen konnte; wir können aber durch die Geschichte einen Abstand zu uns und unserer Zeit gewinnen“ (Die Einheit der Geschichte, Hist. Zeitschr. 231, 1980, 631–649). Graus hatte aus eigenem Erleben die Leiden wie die Verführbarkeit des Zeitgenossen erfahren und er fand dabei zuletzt zu skeptischer Weisheit. Über diese Studie zu den Mißverständnissen von Intellektuellen und ihren fatalen Folgen hätten wir gern mit ihm gesprochen.

Basel/Regensburg, 3. August 1995

Jürgen v. Ungern-Sternberg
Wolfgang v. Ungern-Sternberg

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Vorwort zur zweiten Auflage

Nachdem das Buch über den Aufruf ‚An die Kulturwelt!’ schon lange vergriffen gewesen ist, freut es uns sehr, es nunmehr in einer durchgesehenen und erweiterten Neuauflage im Vorfeld des einhundertjährigen Gedenktages zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wieder herausbringen zu können.

Neben der Beseitigung einiger kleiner Versehen haben wir in einem Nachwort einige Ergänzungen zu unseren Darlegungen zusammengestellt. Die wesentlichste Bereicherung stellt aber die für diesen Abdruck überarbeitete Studie von Trude Maurer über die russischen Reaktionen auf den Aufruf dar, ein bislang völlig unerforschtes Thema. Wir danken der Verfasserin herzlich dafür, dass sie uns die Studie zur Verfügung gestellt hat.

Unser herzlicher Dank gilt auch Heiko Haumann, der das Buch liebenswürdigerweise in die von ihm herausgegebene Reihe ‚Menschen und Strukturen. Historisch-sozialwissenschaftliche Studien’ aufgenommen hat.

Regensburg / Riehen, im Mai 2013

Jürgen v. Ungern-Sternberg
Wolfgang v. Ungern-Sternberg

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Abb. 1: Der handschriftliche Entwurf Fuldas (erste Seite)

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Abb. 2: Ludwig Fulda

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Einleitung

Das Unvernünftige zu verbreiten,

bemüht man sich nach allen Seiten.

Es täuschet eine kleine Frist,

man sieht doch bald,

wie schlecht es ist.

(Goethe)

Zahllos sind die Gedichte und Reden, die Artikel, die Manifeste, mit denen die Intellektuellen aller kriegführenden Mächte im Ersten Weltkrieg ihren Dienst mit der Stimme und der Feder leisteten. Fast alles fiel anschließend dem verdienten Vergessen anheim, wurde schamvoll übergangen oder auch verdrängt. Doch nicht, ohne einen Lernprozeß auszulösen: Im Zweiten Weltkrieg hat sich eine vergleichbare Produktivität spontan nicht entwickelt. Ein Manifest freilich ist bis heute gegenwärtig geblieben, der Aufruf ‚An die Kulturwelt!‘, den 93 prominente Vertreter des deutschen Geisteslebens unterzeichnet haben und der am 4. Oktober 1914 veröffentlicht wurde. Sie wollten „laut unsere Stimme“ als „Verkünderin der Wahrheit“ erheben, um mit einem sechsfachen „es ist nicht wahr“ „gegen die Lügen und Verleumdungen, mit denen unsere Feinde Deutschlands reine Sache in dem ihm aufgezwungenen schweren Daseinskampfe zu beschmutzen trachten“ zu protestieren. „Mit unserem Namen und mit unserer Ehre“ erklärten sie „Euch“ einzustehen.

Die solchermaßen angeredete (neutrale) „Kulturwelt“ reagierte weit überwiegend mit Ablehnung, ja Abscheu. Ihr erschien der Aufruf durchtränkt von Anmaßung und Gelehrtendünkel. Und so ist er zu einem Symbol für deutsche Überheblichkeit geworden, der bei Bedarf immer wieder gern zitiert wird.

Angesichts der verhängnisvollen Wirkung des Aufrufs ist es erstaunlich, daß die Frage nach den Verfassern und nach den Umständen seiner Genese bis vor kurzem wenig Beachtung gefunden hat. Das neutrale und das feindliche Ausland nahmen ihn einfach als vorgegebenes Ganzes. Aber auch Hans Wehberg hat sich 1919 anläßlich seiner Umfrage bei den Unterzeichnern nur für deren nunmehrige Einstellung, nach dem Ersten Weltkrieg und Deutschlands Niederlage, interessiert.1 ← 15 | 16 →

Deutlich war damals immerhin schon, daß viele Unterschriften auf telegrafische Aufforderung hin ohne Kenntnis des Textes gegeben worden waren. Das hatten mehrere der Unterzeichner bereits während des Krieges betont,2 wobei einige gegenüber Georg Friedrich Nicolai offenbar Matthias Erzberger als Absender bezeichnet haben.3 Genaueres war einem Artikel Felix Weingartners zu entnehmen, der den Wortlaut des Telegramms und die in ihm genannten Namen – quasi der Erstunterzeichner – abdruckte.4 Er bezog sich auch auf eine Stellungnahme Hermann Sudermanns gegenüber der französischen Zeitung ‚Le Temps‘ und bemerkte dazu: „…den man, wenn auch nicht für den Urheber, so doch für den Verfasser des unglücklichen Manifestes hält“.5

Demgegenüber sprach Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff in seinen Erinnerungen von einer ersten Form des Aufrufs, die ihm vorgelegen habe, die aber als ungeschickt verworfen worden sei. Auf einen Telefonanruf des Berliner Bürgermeisters Georg Reicke hin, „die Adresse wäre nun verbessert“, habe er seinen Namen zur Verfügung gestellt.6 Präziser nannte Aquilin Lettenbaur Ludwig Fulda als Verfasser des Manifests, dem Georg Reicke die „Thesenform“ gegeben habe, „damit“ – nun wohl Reicke zitierend – „es hinaustöne, gleichwie mit Luthers Wucht auf die Menschheit wirkend“.7

Gestützt auf diese Zeugnisse und auf einen von ihm entdeckten Brief Ludwig Fuldas an Emil Fischer vom 17. Oktober 19148 hat nunmehr Bernhard vom Brocke die Verfasserschaft endgültig geklärt: „Der Text des Aufrufs ‚An die Kulturwelt!‘ wurde entworfen von Ludwig Fulda, er wurde in Beratungen mit H. Sudermann u.a. überarbeitet, er wurde in Thesenform gebracht von dem dichterisch ← 16 | 17 → ambitionierten freisinnigen Berliner Bürgermeister Georg Reicke.“9 Zudem hat vom Brocke eine schier unglaubliche Fülle von Belegen zum geistigen Umfeld des Aufrufs und zu seiner Wirkung gesammelt,10 der auch die folgenden Ausführungen allenthalben verpflichtet sind.

Gleichwohl, es bleibt noch manches zu tun. Vom Brocke läßt es selbst erkennen, wenn er von „H. Sudermann u.a.“ spricht. Diese „u.a.“ haben es in sich, wie sich zeigen wird. Die Genese des Aufrufs kann sehr viel präziser beschrieben werden – hinsichtlich des Kreises derer, die an den Beratungen teilnahmen, wie auch hinsichtlich des Inhaltes der Beratungen.

Dies soll in einem ersten Kapitel geschehen. In einem zweiten und dritten wird dann versucht, von dem neuen Material her auch die Verfasser und die Intention des Aufrufs schärfer zu erfassen. Ein viertes Kapitel wird, z.T. ebenfalls mit bisher unbekannten Belegen, versuchen, die spätere Haltung der Verfasser und (in Auswahl) der Unterzeichner zu dem Aufruf nachzuzeichnen. Dabei werden auch deutsche Stimmen der Kritik berücksichtigt werden.

Von der Genese des Aufrufs her fällt aber auch – durchaus unerwartet – Licht auf die Organisation der deutschen Propaganda in den ersten Monaten des Krieges. Ein bisher erstaunlicherweise nahezu unerforschtes, jedenfalls nirgends im Zusammenhang dargestelltes Gebiet, das in einem zweiten Teil der Arbeit wenigstens in einigen Grundlinien aufgehellt werden soll.

Abschließend scheint es jedoch angebracht, in einem fünften Kapitel das Echo von außen dem ‚ Aufruf der 93‘, und damit den Äußerungen der deutschen Intellektuellen im Herbst 1914 schlechthin, gegenüberzustellen. Es leitet über zu einer vergleichenden Betrachtung. Solche sind jetzt an der Zeit, wobei Brigitte Schröder-Gudehus,11 R.N. Stromberg12 und nunmehr Michael Jeismann13 einen ← 17 | 18 → hervorragenden Anfang gemacht haben. Sehr hilfreich sind zudem die in den letzten Jahren sich mehrenden englischen und französischen Forschungen zur jeweiligen Propaganda.14 Mit all dem wird ein Standard erreicht, der eigentlich im Jahre 1927 mit dem immer noch lesenswerten Werk von Harold D. Lasswell, Propaganda Technique in the World War, bereits erreicht war. All dies verhilft aber auch erst dem ‚Aufruf der 93‘ zu seinem geschichtlichen Kontext – und läßt ihn in seiner Eigenart umso schärfer hervortreten.

Eines sei vorweg betont: Im Herbst 1914 glaubten Deutsche so gut wie Engländer und Franzosen an die Gerechtigkeit ihrer jeweiligen Sache. Daher redeten und schrieben sie auch im guten Glauben für ihr Vaterland in einem Verteidigungskrieg. Es ist nicht die Aufgabe dieser Arbeit, ihre Sicht mit der späteren, gar der modernen Diskussion um die Kriegsursachen zu konfrontieren – vielleicht noch weniger angesichts der magistralen Erörterung eines Jean-Baptiste Duroselle, La Grande Guerre des Français 1914–1918 (1994) über Schuld und Mechanismen in der damaligen Situation. Etwas anders steht es mit den Modalitäten der damaligen Kriegführung. Hier wären mehr Kritik und Selbstkritik durchaus möglich und am Platz gewesen, wie sich zeigen wird. ← 18 | 19 →

1H. Wehberg, Wider den Aufruf der 93! Das Ergebnis einer Rundfrage an die 93 Intellektuellen über die Kriegsschuld, Charlottenburg 1920. Allein auf die Angaben bei Wehberg gestützt: W. Härle, Der Aufruf der 93 Intellektuellen und Karl Barths Bruch mit der liberalen Theologie, Zeitschrift für Theologie und Kirche 72, 1975, 207 ff. bes. 210 ff.

2So die Professoren August von Wassermann und Paul Ehrlich: H. Wehberg (Anm.l), 8; vgl. B. Sösemann (Hg.), Theodor Wolff. Tagebücher 1914–1919, Boppard a. Rh. 1984, 303 (31. Oktober 1915). S. auch den offenen Brief Lujo Brentanos an Charles Gide; bei H. Wehberg, 20 f. (Dok.31).

3G.F. Nicolai, Die Biologie des Krieges. Betrachtungen eines Naturforschers den Deutschen zur Besinnung. Erste Originalausgabe (2.Auflage), Zürich 1919, 12.

4Neues Wiener Journal, 4. Mai 1919; bei H. Wehberg (Anm. 1 ), 22–25. (Dok. 25).

5Th. Wolff, Tagebücher (Anm.2), 112 spricht von dem „ungeschickten (von Sudermann, wie er mir gestand, verfaßten) Aufruf‘ (25. Oktober 1914); der Leiter der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes, Otto Hammann, nannte ihm gegenüber auch den Namen Ludwig Fuldas: 116 (2. November 1914).

Details

Seiten
381
Jahr
2014
ISBN (PDF)
9783653032864
ISBN (ePUB)
9783653994865
ISBN (MOBI)
9783653994858
ISBN (Hardcover)
9783631641675
DOI
10.3726/978-3-653-03286-4
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2014 (Januar)
Schlagworte
Erster Weltkrieg deutsche Propaganda Krieg der Geister Rezeption des Aufrufs in Russland
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2013. 381 S., 13 s/w Abb.

Biographische Angaben

Jürgen von Ungern-Sternberg (Autor:in) Wolfgang von Ungern-Sternberg (Autor:in)

Jürgen von Ungern-Sternberg, Promotion 1968 an der Universität München; Habilitation 1974 an der Universität Erlangen; 1978-2007 Professor für Alte Geschichte an der Universität Basel; Dr. h.c. der Universitäten Mulhouse, Riga und Tartu; o. Mitglied der Baltischen Historischen Kommission. Wolfgang von Ungern-Sternberg, Promotion 1973 an der Universität München; Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehraufträge an den Universitäten München und Regensburg in Neuerer Deutscher Literaturwissenschaft; seit 1990 Antiquar. Trude Maurer, Promotion 1986 an der Universität Tübingen; Fritz-Theodor-Epstein-Preis des Verbands der Osteuropahistoriker; Habilitation 1995 an der Universität Göttingen; außerplanmäßige Professorin in Göttingen und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg; Vorstandsmitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts 1994-2006 und des Verbands der Osteuropahistoriker 1995-1999; Ordentliches Mitglied der Baltischen Historischen Kommission.

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