Die soziale Herkunft der dänischen Studenten
Theodor Geiger Gesamtausgabe- Abteilung IV: Soziale Schichtung und Mobilität- Band 4
Zusammenfassung
Leseprobe
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Copyright
- Autorenangaben
- Über das Buch
- Zitierfähigkeit des eBooks
- Inhaltsübersicht
- Vorrede: Klaus Rodax
- Die Soziale Herkunft Derdänischen Studenten
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- Erster Teil.: Theoretische Grundlagen
- I. Die Akademiker in der Gesellschaft
- II. Sozialstruktureller Hintergrund
- III. Technik und Methode der Untersuchung
- 1. Wie das Projekt in Gang gesetzt wurde
- 2. Der Fragebogen
- 3. Das Einsammeln des Materials
- 4. Die Bearbeitung des Materials
- Zweiter Teil. Ergebnisse und Konklusionen
- I. Allgemeiner Überblick
- II. Die Väter
- 1. Erwerbszweige
- 2. Berufliche Stellung und wirtschaftliche Lage
- 3. Ausbildung
- III. Die Großväter
- 1. Direkte und indirekte Abstammung
- 2. Wege der Umrekrutierung
- Zusammenfassung
- Résumé in deutscher Sprache
- Tabellenanhang
- Apparat
- Editorischer Bericht
- Erläuterungen
- Personenregister
- Sachregister
- Reihenübersicht
II. Die Väter
Die Darstellung und Erläuterung der Ergebnisse beschränken sich vorläufig auf das erste Abstammungsglied, nämlich die Väter. Die Großväter gleich von Beginn an miteinzubeziehen, würde eine allzu komplizierte und daher unübersichtliche Tabellierung erfordern. Entsprechend der vorher beschriebenen Klassifikation sind sämtliche Studenten der Lehranstalten und fachlichen Richtungen in den Tabellen I, II und III des Anhangs nach dem sozialen Status ihrer Väter eingeteilt. Dieser Status ist durch vier Dimensionen bestimmt, nämlich durch den Erwerbszweig, in dem der Vater beschäftigt war oder ist (Tabelle I), durch die Stellung des Vaters im Beruf sowie die typischen Einkommensverhältnisse dieser Stellung (Tabelle II) und endlich durch die Ausbildung des Vaters (Tabelle III).
1. Erwerbszweige
Bereits die Tabelle I erlaubt eine Reihe ganz interessanter Beobachtungen. Selbst wenn diese zum Teil keineswegs überraschend sind, so sind sie doch willkommene Bestätigung dessen, was man erwarten konnte, und präzisieren bestehende vorläufige Vermutungen zahlenmäßig.
Die verschwindend kleinen Zahlen in der vorletzten Rubrik – Erwerbszweig des Vaters nicht angegeben – erhöhen den Wert der im übrigen vorgefundenen Zahlenverhältnisse erheblich. Das gleiche Symptom einer vollauf befriedigenden Beantwortung wiederholt sich in den Tabellen II und III.
Wir beginnen mit einigen mehr allgemeinen Merkmalen des Zahlenbildes. Das erste, was auffällt, sind die großen Zahlen in der Rubrik öffentlicher ← 83 | 84 → Dienst und freie Berufe. Sie unterstreichen nur, daß Kinder von Beamten und Akademikern unter den Studenten überwiegen. Das gleiche hatten alle früheren ähnlichen Untersuchungen gezeigt, und die Verteilung nach der Ausbildung der Väter (Tabelle III) wird dies danach noch deutlicher machen. Es ist auch nicht aufsehenerregend, daß das Übergewicht dieser Gruppe unter den Studenten der Universitäten, der Zahnärztlichen Hochschule und der Pharmazeutischen Lehranstalt am stärksten, wesentlich weniger markant an der Polytechnischen Lehranstalt und am geringsten an der Landwirtschaftlichen Hochschule und an der Handelshochschule ausgeprägt ist.
Ein vollständiges Bild von der Rekrutierung der Studenten kann jedoch nicht gewonnen werden, solange man nur darauf sieht, wie viele Prozent der Studierenden aus den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen stammen. Die Zahlen müssen zum Volumen dieser Bevölkerungsgruppen innerhalb der Gesamtbevölkerung ins Verhältnis gesetzt werden. Und wenn man es ganz genau nehmen würde, müßte man außerdem die spezifische Fruchtbarkeit jeder einzelnen Bevölkerungsgruppe berücksichtigen. Man müßte, mit anderen Worten, die soziale Rekrutierung einer Studentengeneration in Relation zur sozialen Zusammensetzung der zur gleichen Zeit vorhandenen, gesamten dänischen Jugend in der gleichen Altersstufe darstellen. Eine solche Berechnung würde indes erfordern, daß man zurückginge zu den originalen Fragebogen der Volks- und Berufszählung und diese erneut nach den genannten Gesichtspunkten auswertete. Deshalb hat man eine vereinfachte Vorgehensweise gewählt. Auf der Basis der Volkszählung von 1940, also zu dem Zeitpunkt, als die ersten Jahrgänge der Hauptgruppe Studenten wurden, errechnete man, wie viele erwerbstätige Männer über 45 Jahre es in den verschiedenen Erwerbszweigen gab (vgl. Tabelle 6).
Details
- Seiten
- XLVII, 254
- Erscheinungsjahr
- 2015
- ISBN (Paperback)
- 9783631658062
- ISBN (PDF)
- 9783653057072
- ISBN (MOBI)
- 9783653975093
- ISBN (ePUB)
- 9783653975109
- DOI
- 10.3726/978-3-653-05707-2
- Sprache
- Deutsch
- Erscheinungsdatum
- 2015 (April)
- Schlagworte
- Umrekrutierung Volks- und Berufszählung 1940 Technik und Methode direkte und indirekte Abstammung
- Erschienen
- Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2015. XLVII, 254 S., 46 Tab.
- Produktsicherheit
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