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Deutsches Recht. Eine Einführung

Insbesondere für internationale Studierende

von Gilbert Gornig (Band-Herausgeber:in) Hans-Detlef Horn (Band-Herausgeber:in)
©2016 Lehrbuch 232 Seiten

Zusammenfassung

Das Buch bietet einen konzentrierten Überblick über die Grundlagen, die Strukturen und die wichtigsten Bereiche der deutschen Rechtsordnung. Es behandelt die Grundzüge des Öffentlichen Rechts, des Zivilrechts, des Strafrechts, des Gerichtsverfahrensrechts sowie des Europarechts. Damit wendet sich das Buch insbesondere an internationale Studierende. Um ihnen das Verstehen zu erleichtern, ist es nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in mehreren Fremdsprachen verfügbar.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • 1. Teil: Öffentliches Recht
  • 1. Abschnitt: Verfassungsrecht
  • A. Die Verfassung und ihre Grundsätze
  • I. Der Begriff der Verfassung
  • II. Grundgesetz
  • III. Verfassungsgrundsätze
  • 1. Republik
  • 2. Demokratie
  • 3. Rechtsstaat
  • 4. Bundesstaat
  • 5. Sozialstaat
  • 6. Parteien
  • B. Staatsorganisationsrecht
  • I. Verhältnis von Bund und Ländern
  • 1. Homogenitätsprinzip
  • 2. Gesetzgebungskompetenz
  • 3. Verwaltungskompetenz
  • 4. Rechtsprechungskompetenz
  • II. Oberste Bundesorgane
  • 1. Bundestag
  • a) Aufgaben des Bundestages
  • b) Wahl des Bundestages
  • aa) Wahlrecht
  • bb) Wahlsystem
  • c) Abgeordnete
  • 2. Bundesregierung mit Bundeskanzler
  • 3. Bundesrat
  • 4. Bundespräsident
  • 5. Bundesverfassungsgericht
  • III. Gesetzgebungsverfahren des Bundes
  • C. Grundrechte
  • I. Vorstaatlicher Grund der Grundrechte
  • II. Rechtliche Wirkungen der Grundrechte
  • 1. Subjektiv-rechtliche Wirkungen
  • a) Abwehrrechte
  • b) Mitwirkungsrechte
  • c) Teilhabe- oder Leistungsrechte
  • d) Ansprüche auf Erfüllung staatlicher Schutzpflichten
  • 2. Objektiv-rechtliche Wirkungen
  • a) Objektive Wertordnung
  • b) Ausstrahlungswirkung und Schutzpflichten
  • c) Institutsgarantien
  • III. Grundrechtsbindung aller Staatsgewalt
  • IV. Schutzbereich der Grundrechte
  • 1. Persönlicher Schutzbereich
  • a) Individuen
  • b) Juristische Personen
  • 2. Sachlicher Schutzbereich
  • V. Eingriff in den Schutzbereich
  • VI. Schranken der Grundrechte
  • 1. Vorbehalt des Gesetzes
  • 2. Grundrechtliche Gesetzesvorbehalte
  • 3. Verfassungsunmittelbare Schranken
  • VII. Grenzen der Grundrechtsschranken
  • 1. Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
  • 2. Grundsatz der praktischen Konkordanz
  • 3. Wesensgehaltsgarantie
  • VIII. Besonderer Schutz der Grundrechte
  • IX. Überblick über zentrale Grundrechte
  • 1. Unantastbarkeit der Menschenwürde
  • 2. Allgemeine Handlungsfreiheit und allgemeines Persönlichkeitsrecht, Rechte auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Freiheit der Person
  • 3. Gleichheitsgebot
  • 4. Religionsfreiheit
  • 5. Meinungsäußerungsfreiheit, Informations-, Presse-, Rundfunk- und Filmfreiheit
  • 6. Versammlungsfreiheit
  • 7. Berufsfreiheit
  • 8. Eigentumsrecht
  • 2. Abschnitt: Verwaltungsrecht
  • A. Allgemeines Verwaltungsrecht
  • I. Gesetzmäßigkeit der Verwaltung
  • 1. Vorrang und Vorbehalt des Gesetzes
  • 2. Gebundene Verwaltung – Ermessensverwaltung
  • 3. Verhältnismäßigkeitsgebot
  • II. Rechtsformen des Verwaltungshandelns
  • III. Der Verwaltungsakt
  • 1. Definition
  • 2. Arten
  • 3. Wirksamkeit, Anfechtbarkeit, Bestandskraft, Vollstreckbarkeit
  • 4. Form, Bestimmtheit und Begründung
  • 5. Nebenbestimmungen
  • 6. Behördliche Aufhebung (Rücknahme, Widerruf)
  • B. Besonderes Verwaltungsrecht
  • I. Allgemeines Polizei- und Ordnungsrecht
  • 1. Polizeiliche Aufgaben
  • 2. Allgemeine Aufgabe der Gefahrenabwehr
  • 3. Konkrete Maßnahmen der Gefahrenabwehr
  • 4. Störer und Nichtverantwortliche
  • a) Störer
  • b) Nichtstörer
  • 5. Entschließungs- und Auswahlermessen
  • 6. Verhältnismäßigkeit
  • 7. Zwangsmittel
  • a) Voraussetzungen
  • b) Arten von Zwangsmitteln
  • 8. Entschädigungsansprüche
  • 9. Kosten- und Ersatzansprüche des Polizeiträgers
  • II. Öffentliches Baurecht
  • 1. Bauplanungsrecht
  • 2. Bauordnungsrecht
  • 3. Raumplanungsrecht (Raumordnungsrecht)
  • III. Kommunalrecht
  • 1. Rechtsfähigkeit der Gemeinden
  • 2. Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden
  • 3. Demokratische Organisation der Gemeinden
  • 4. Staatliche Aufsicht über die Gemeinden
  • IV. Sozialrecht
  • 1. Ziel des Sozialrechts
  • 2. Drei-Säulen-Modell
  • 2. Teil: Zivilrecht
  • A. Allgemeiner Teil (Buch I BGB)
  • I. Rechtsfähigkeit
  • II. Geschäftsfähigkeit
  • III. Rechtsgeschäft
  • IV. Willenserklärung
  • 1. Bestandteile
  • 2. Wirksamwerden
  • V. Anspruch
  • VI. Vertrag
  • 1. Begriff
  • 2. Stellvertretung
  • 3. Anfechtung
  • 4. Verjährung
  • B. Schuldrecht (Buch II BGB)
  • I. Schuldverhältnis
  • II. Leistungsstörungen und Schadensersatz
  • 1. Schadensersatz statt der Leistung
  • a) Nichtleistung und Schlechtleistung
  • b) Schutzpflichtverletzung
  • c) Unmöglichkeit
  • 2. Verzögerungsschaden
  • 3. Schadensersatz neben der Leistung
  • III. Leistungsstörungen und Rücktritt
  • IV. Einzelne vertragliche Schuldverhältnisse
  • 1. Kaufvertrag
  • 2. Mietvertrag
  • 3. Pachtvertrag
  • 4. Leihvertrag
  • 5. Dienstvertrag
  • 6. Werkvertrag
  • 7. Auftrag
  • V. Gesetzliche Schuldverhältnisse
  • 1. Geschäftsführung ohne Auftrag
  • 2. Ungerechtfertigte Bereicherung
  • 3. Unerlaubte Handlungen
  • a) Grundsätzliches
  • b) Haftung für das Verhalten Dritter
  • c) Haftung mehrerer Personen
  • d) Sonderfälle
  • C. Sachenrecht (Buch III BGB)
  • I. Grundsätze
  • II. Besitz
  • 1. Besitzarten
  • 2. Rechte des Besitzers
  • III. Eigentum
  • 1. Begriff
  • 2. Eigentumserwerb
  • 3. Ansprüche des Eigentümers
  • 4. Verbindung von Schuldrecht und Sachenrecht
  • a) Eigentumserwerb mittels Kaufes
  • b) Gutgläubiger Erwerb
  • c) Kauf unter Eigentumsvorbehalt
  • d) Sicherungsübereignung
  • IV. Grunddienstbarkeit
  • V. Nießbrauch
  • VI. Hypothek
  • VII. Grundschuld
  • VIII. Pfandrecht
  • IX. Erbbaurecht
  • D. Familienrecht (Buch IV BGB)
  • I. Ehe
  • 1. Eheschließung
  • 2. Rechtswirkungen der Ehe
  • a) Eheliche Haushaltsführung
  • b) Eheliches Güterrecht
  • aa) Zugewinngemeinschaft
  • bb) Wahlgüterstände
  • 3. Beendigung der Ehe
  • a) Aufhebung
  • b) Scheidung
  • aa) Scheitern der Ehe
  • bb) Scheidungsfolgen
  • II. Elterliche Sorge
  • III. Verwandtschaft
  • E. Erbrecht (Buch V BGB)
  • I. Erbfolge
  • II. Verfügung von Todes wegen
  • 1. Testament
  • 2. Gemeinschaftliches Testament
  • 3. Erbvertrag
  • III. Inhalte einer Verfügung von Todes wegen
  • 1. Abweichungen von der gesetzlichen Erbfolge
  • 2. Einzelzuwendungen
  • IV. Pflichtteilsregelung
  • V. Rechtslage der Erben
  • F. Arbeitsrecht
  • I. Struktur
  • II. Individualarbeitsrecht
  • 1. Arbeiter und Angestellte
  • 2. Arbeitsverhältnis
  • 3. Staatliche Reglementierungen
  • III. Kollektives Arbeitsrecht
  • 1. Tarifparteien
  • 2. Arbeitskampf
  • 3. Mitbestimmung
  • G. Handelsrecht
  • I. Sonderrecht der Kaufleute
  • II. Kaufmann
  • III. Handelsgeschäft
  • IV. Handelsfirma und Handelsregister
  • V. Kaufmännische Vollmacht
  • H. Gesellschaftsrecht
  • I. Gesellschaftsformen
  • II. Personen- und Kapitalgesellschaften
  • 1. Differenzierung
  • 2. Personengesellschaft
  • a) Gesellschaft bürgerlichen Rechts
  • aa) Rechtsfähigkeit
  • bb) Geschäftsführung
  • cc) Vertretung
  • dd) Vermögen
  • ee) Haftung
  • b) Offene Handelsgesellschaft
  • aa) Rechtsfähigkeit
  • bb) Geschäftsführung
  • cc) Vertretung
  • dd) Haftung
  • c) Kommanditgesellschaft
  • aa) Haftung
  • bb) GmbH & Co. KG
  • 3. Kapitalgesellschaft
  • a) Gesellschaft mit beschränkter Haftung
  • aa) Gründung
  • bb) Rechtsfähigkeit
  • cc) Organe
  • dd) Geschäftsführung
  • ee) Vertretung
  • ff) Haftung
  • b) Aktiengesellschaft
  • aa) Gründung
  • bb) Organe
  • cc) Geschäftsführung und Vertretung
  • dd) Haftung
  • III. Verein
  • 1. Gründung
  • 2. Rechtsfähigkeit
  • 3. Organe
  • 4. Mitglieder
  • 5. Haftung
  • IV. Genossenschaft
  • 1. Gründung
  • 2. Rechtsfähigkeit
  • 3. Organe
  • 4. Geschäftsführung und Vertretung
  • 5. Haftung
  • 3. Teil: Strafrecht
  • A. Allgemeiner Teil
  • I. Prinzipien des Strafrechts
  • II. Wesen der Straftat
  • 1. Tatbestand
  • a) Objektiver Tatbestand
  • aa) Tatbestandsvoraussetzungen
  • bb) Kausalität
  • (1) Äquivalenztheorie
  • (2) Objektive Zurechnung
  • b) Subjektiver Tatbestand
  • aa) Elemente des Vorsatzes
  • bb) Tatumstandsirrtümer
  • (1) Aberratio ictus (Fehlgehen des Schlages)
  • (2) Error in persona (Irrtum über die Person)
  • 2. Rechtswidrigkeit
  • a) Notwehr
  • b) Rechtfertigender Notstand
  • c) Einwilligung
  • 3. Schuld
  • a) Schuldunfähigkeit
  • b) Entschuldigungsgründe
  • aa) Überschreitung der Notwehr
  • bb) Entschuldigender Notstand
  • cc) Übergesetzlicher Notstand
  • c) Irrtümer
  • aa) Verbotsirrtum
  • bb) Irrtum über Rechtfertigungsgründe
  • (1) Erlaubnisirrtum
  • (2) Erlaubnistatbestandsirrtum
  • III. Unterlassen
  • 1. Echte Unterlassungsdelikte
  • 2. Unechte Unterlassungsdelikte
  • IV. Fahrlässigkeit
  • V. Versuch
  • 1. Nichtvollendung der Straftat
  • 2. Rücktritt
  • VI. Täterschaft und Teilnahme
  • 1. Täterschaft
  • a) Mittelbare Täterschaft
  • b) Mittäterschaft
  • 2. Teilnahme
  • a) Anstiftung
  • b) Beihilfe
  • VII. Rechtsfolgen der Straftat
  • B. Besonderer Teil
  • I. Delikte gegen das Leben und die körperliche Unversehrtheit
  • 1. Tötungsdelikte
  • 2. Körperverletzungsdelikte
  • II. Vermögensdelikte
  • 1. Diebstahl
  • 2. Unterschlagung
  • 3. Raub und raubähnliche Delikte
  • 4. Betrug
  • 5. Hehlerei
  • III. Straftaten gegen Sachwerte
  • IV. Ehrverletzungsdelikte
  • V. Urkundendelikte
  • VI. Aussagedelikte
  • VII. Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
  • 4. Teil: Gerichtsverfahrensrecht
  • A. Justizgarantien
  • B. Verfassungsprozessrecht
  • I. Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts
  • II. Verfahrensarten
  • III. Die Verfassungsbeschwerde
  • 1. Die Urteilsverfassungsbeschwerde
  • 2. Die Rechtssatzverfassungsbeschwerde
  • 3. Gegenwärtige und unmittelbare Selbstbetroffenheit
  • 4. Annahmeverfahren
  • C. Verwaltungsprozessrecht
  • I. Die Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte
  • II. Beteiligte des Verwaltungsprozesses
  • III. Verfahren
  • 1. Klagearten und Urteile
  • 2. Verfahrensgrundsätze
  • 3. Gang des Verfahrens
  • IV. Kosten des Verwaltungsprozesses
  • V. Vollstreckung
  • D. Zivilprozessrecht
  • I. Zuständigkeit der Zivilgerichte
  • II. Wichtigste Beteiligte des Zivilprozesses
  • III. Verfahren
  • 1. Verfahrensgrundsätze
  • 2. Gang des Verfahrens
  • 3. Beweismittel
  • IV. Mahnverfahren
  • V. Kosten des Zivilprozesses
  • VI. Zwangsvollstreckung
  • E. Strafprozessrecht
  • I. Erkenntnisverfahren
  • 1. Zuständigkeit
  • 2. Wichtigste Beteiligte des Strafverfahrens
  • 3. Verfahren
  • a) Prinzipien des Strafprozesses
  • b) Gang des Verfahrens
  • aa) Ermittlungsverfahren
  • bb) Zwischenverfahren
  • cc) Hauptverfahren
  • 4. Beweismittel
  • 5. Kosten des Strafprozesses
  • II. Strafvollstreckung
  • 1. Ziele der Strafe
  • 2. Ziele der Maßregeln der Besserung und Sicherung
  • 3. Ziel des Strafvollzugs
  • 5. Teil: Europarecht
  • A. Europäische Integration
  • I. Ideen zur Entwicklung einer Integration
  • 1. Föderalistische Methode
  • 2. Funktionelle Methode
  • II. Geschichte der Integration
  • III. Verfassungsrechtliche Grundlage
  • B. Institutionelles Unionsrecht
  • I. Rechts- und Geschäftsfähigkeit
  • II. Kompetenzen
  • 1. Kompetenzbereiche
  • a) Ausschließliche Zuständigkeit
  • b) Geteilte Zuständigkeit
  • c) Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
  • d) Maßnahmen zur Unterstützung, Koordinierung oder Ergänzung der Maßnahmen der Mitgliedstaaten
  • 2. Grundsätze zur Wahrnehmung der Kompetenzen
  • III. Organe der Union
  • 1. Europäischer Rat
  • 2. Der Rat
  • 3. Kommission
  • 4. Europäisches Parlament
  • 5. Europäischer Gerichtshof
  • 6. Weitere Organe
  • IV. Rechtsquellen
  • 1. Primärrecht
  • 2. Sekundärrecht
  • a) Allgemein
  • b) Rechtsakte
  • c) Rechtssetzung
  • 3. Völkerrechtliche Verträge
  • 4. Vorrang des Unionsrechts
  • V. Rechtsschutz
  • C. Materielles Unionsrecht
  • I. Werte der Union
  • II. Nichtdiskriminierung und Unionsbürgerschaft
  • III. Grundfreiheiten
  • 1. Ziel
  • 2. Funktion
  • a) Grenzüberschreitende Sachverhalte
  • b) Diskriminierungs- und Beschränkungsverbote
  • aa) Offene Diskriminierung
  • bb) Versteckte Diskriminierung
  • cc) Beschränkungsverbot
  • 3. Freier Warenverkehr
  • 4. Personenfreizügigkeit
  • a) Arbeitnehmerfreizügigkeit
  • b) Niederlassungsfreiheit
  • 5. Dienstleistungsfreiheit
  • 6. Kapitalverkehrsfreiheit und Zahlungsverkehrsfreiheit
  • 7. Weitere Rechtfertigungsgründe für Einschränkungen
  • IV. Rechtsangleichung
  • V. Grundrechte
  • VI. Politiken
  • 1. Landwirtschaft
  • 2. Wettbewerbsordnung
  • a) Allgemein
  • b) Kartell- und Missbrauchsverbot
  • aa) Kartellverbot
  • bb) Missbrauchsverbot
  • cc) Fusionskontrolle
  • dd) Staatliche Beihilfen
  • 3. Handelspolitik
  • 4. Umweltpolitik
  • D. Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts
  • I. Allgemein
  • II. Grenzkontrollen und Asyl
  • III. Justizielle und polizeiliche Zusammenarbeit
  • E. Auswärtiges Handeln
  • I. Allgemein
  • II. Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
  • III. Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik
  • F. Wegfall der Personenkontrollen
  • Literaturhinweise

| 21 →

Abkürzungsverzeichnis

| 25 →

1. Teil: Öffentliches Recht

1

Das Öffentliche Recht umfasst alle diejenigen Rechtsnormen, die die Organisation des Staates sowie das Verhältnis zwischen den Bürgern und dem Staat regeln. Die wichtigsten Grundlagen sind in der Verfassung enthalten (s. u. 1. Abschnitt). Die Verfassung, in Deutschland: das Grundgesetz, ist das höchstrangige Gesetz und geht allen anderen Gesetzen des Öffentlichen Rechts, des Zivilrechts und des Strafrechts vor. Unterhalb der Verfassung ist das Öffentliche Recht in den Gesetzen des Verwaltungsrechts geregelt (s. u. 2. Abschnitt). Zum Öffentlichen Recht gehört auch das Recht der Europäischen Union. Dabei handelt es sich um supranationales Recht, das in Deutschland in gleicher Weise und mit gleichem Inhalt wie in allen anderen Mitgliedstaaten gilt und dem daher alles nationale Recht entsprechen muss (zum Europarecht s. u. 5. Teil).

1. Abschnitt: Verfassungsrecht

A. Die Verfassung und ihre Grundsätze

I. Der Begriff der Verfassung

2

Die Verfassung ist die rechtliche Grundordnung des Staates. Ein Staat ist gegeben, wenn eine Menge von Menschen (Volk) auf einem bestimmten Territorium (Gebiet) unter einer souveränen Herrschaftsgewalt (Gewaltmonopol) zusammenlebt (Drei-Elemente-Lehre des Staates). Die Verfassung regelt die Grundlagen dieses staatlichen Zusammenlebens.

3

Jeder Staat hat eine Verfassung, aber nicht jeder Staat ist ein Verfassungsstaat. Ein Verfassungsstaat besteht unter zwei Voraussetzungen; sie betreffen die Herkunft und den Inhalt seiner Verfassung: Erstens, die Verfassung entstammt dem Willen des Volkes, das den Staat bildet, d. h. Träger der verfassunggebenden Gewalt (pouvoir constituant) ist das Volk (Volkssouveränität). Zweitens, die Verfassung regelt die Organisation des Staatsapparates, indem sie die Staatsgewalt (Legislative, Exekutive, Judikative) auf verschiedene Organe verteilt (Gewaltenteilung), und sie sichert die Würde und Freiheit der Bürger, indem sie ihnen individuelle Rechte (Grundrechte) gegen Unterdrückung und übermäßige Freiheitsbeschränkungen gewährleistet. So ← 25 | 26 → bestimmte schon Art. 16 der Französischen Menschenrechtserklärung von 1789: „Eine Gesellschaft, in der die Rechte der Bürger nicht gesichert sind und die Gewalt nicht aufgeteilt ist, hat keine Verfassung“.

4

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Verfassungsstaat. Seine Grundordnung ist im Grundgesetz festgeschrieben. Das Grundgesetz trat am 23. Mai 1949 in Kraft.

II. Grundgesetz

5

Das Grundgesetz war ursprünglich lediglich als Übergangslösung gedacht und erhielt deshalb nicht den Namen „Verfassung“. Der Wirkungsbereich des Grundgesetzes erstreckte sich nämlich zur Zeit seines Inkrafttretens noch nicht auf das gesamte deutsche Staatsgebiet:

6

Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands im Zweiten Weltkrieg, am 8. Mai 1945, wurde das Land in vier Besatzungszonen aufgeteilt, die jeweils von einer der großen Siegermächte kontrolliert wurden. Während im Westen des Landes Frankreich, Großbritannien und die USA mit dem Ziel, Deutschland als Einheit zu erhalten, eng zusammenarbeiteten, schottete sich die sowjetische Besatzungszone im Osten immer mehr ab. Dies lag vor allem an den völlig unterschiedlichen Vorstellungen darüber, welches politische System im Nachkriegs-Deutschland eingeführt werden sollte. Die Westmächte wollten die Einführung des kapitalistischen und demokratischen Systems, während die Sowjetunion die östliche Besatzungszone nach leninistisch-kommunistischen Maßstäben aufbauen wollte. Anfang 1948 schlossen sich die drei westlichen Zonen endgültig zusammen. Zunächst bezog sich der Zusammenschluss nur auf die Wirtschaft. Jedoch wurde schon im Sommer 1948 den Deutschen aufgegeben, eine rechtsstaatliche demokratische Verfassung für „Westdeutschland“, also die Besatzungszonen der Westmächte, auszuarbeiten und so der Bundesrepublik Deutschland eine neue Grundordnung zu geben. Der östliche Teil des ehemaligen Deutschen Reichs blieb damit isoliert. Teile der deutschen Ostgebiete gerieten nach dem Potsdamer Abkommen von 1945 unter polnische und sowjetische Verwaltung, während auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone mit der sozialistischen Verfassung von 1946 die Deutsche Demokratische Republik (DDR) errichtet wurde. Seitdem war Deutschland geteilt. ← 26 | 27 →

7

Jedoch wollten die Deutschen diese Trennung nicht als endgültig akzeptieren und hofften auf eine Wiedervereinigung. In der Bundesrepublik kam man deshalb 1949 zu dem Entschluss, keine „Verfassung“ für Deutschland zu verabschieden, die den Eindruck hätte erwecken können, man hätte die Teilung endgültig akzeptiert. Man beschloss stattdessen, die grundlegenden Strukturen, Grundsätze und Werte, die in einer modernen Verfassung nach westlichem Vorbild enthalten sind, im „Grundgesetz der Bundesrepublik“ zu formulieren. So sollte deutlich gemacht werden, dass eine wirkliche „Verfassung für Deutschland“ erst im Falle einer Wiedervereinigung möglich sei. Die Ausarbeitung des Grundgesetzes geschah schließlich unter Führung und Kontrolle der Alliierten durch den Parlamentarischen Rat, der sich aus deutschen, in den Bundesländern gewählten Politikern zusammensetzte. Faktisch war und ist das Grundgesetz aber natürlich eine Verfassung, doch die terminologische Unterscheidung war emotional und politisch von großer Bedeutung.

8

Nachdem es 1989/1990 nach der friedlichen Revolution der Deutschen in der DDR tatsächlich gelang, Deutschland wieder zu vereinigen, wurde keine neue Verfassung für ganz Deutschland ausgearbeitet, sondern die ehemalige DDR trat aus freiem Entschluss ihrer Volksvertretung dem Staat und dem Grundgesetz der Bundesrepublik bei. Das Grundgesetz gilt somit heute im gesamten wiedervereinigten Deutschland. Nur die anderen ehemals deutschen Ostgebiete kehrten nicht nach Deutschland zurück.

III. Verfassungsgrundsätze

9

Das Grundgesetz (GG) bestimmt zunächst die verfassungsrechtlichen Grundentscheidungen und Grundprinzipien. Diese Grundsätze bilden zusammen die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Sie formen den deutschen Staat zu einem Verfassungsstaat westlicher Prägung.

1. Republik

Details

Seiten
232
Jahr
2016
ISBN (ePUB)
9783631695302
ISBN (PDF)
9783653071221
ISBN (MOBI)
9783631695319
ISBN (Paperback)
9783631679258
DOI
10.3726/978-3-653-07122-1
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2016 (September)
Erschienen
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2016. 232 S.

Biographische Angaben

Gilbert Gornig (Band-Herausgeber:in) Hans-Detlef Horn (Band-Herausgeber:in)

Gilbert H. Gornig ist Professor für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Philipps-Universität Marburg. Hans-Detlef Horn ist Professor für Öffentliches Recht mit den Schwerpunkten Staats- und Verwaltungsrecht sowie Europarecht an der Philipps-Universität Marburg.

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