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Sprache der deutschsprachigen Kanzleien in der frühneuhochdeutschen Zeit im südlichen Ostseeraum Teil 1

Phonologische und graphematische Ebene

von Hanna Biaduń-Grabarek (Band-Herausgeber:in) Sylwia Firyn (Band-Herausgeber:in)
©2017 Sammelband 156 Seiten

Zusammenfassung

Die Autoren analysieren die Aspekte der phonologischen und graphematischen Ebene anhand von Texten, die in Krakau, im Ordensstaat, in Preußen Königlichen Anteils sowie in Schlesien in den Jahren 1350–1650 entstanden sind. Im Vordergrund stehen der Stand der Realisierung der standardsprachlichen und mundartlichen Neuerungen des Frühneuhochdeutschen und die Relationen zwischen Graphemen und Phonemen.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autoren-/Herausgeberangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • 1 Krakau
  • Die graphematisch-phonologische Analyse der deutschen Sprache in der Krakauer Kanzleisprache im 14. Jahrhundert (Józef Wiktorowicz (Warszawa))
  • Schreibgewohnheiten in der deutschen Kanzleisprache Krakaus im 16. Jahrhundert (Sławomira Kaleta-Wojtasik (Kraków))
  • Das Schlesische in Krakau – Versuch einer graphematischen Analyse der Krakauer Hutmacherstatuten (Piotr Owsiński (Kraków))
  • 2 Danzig (Ordensland und Preußen Königlichen Anteils)
  • Zur Danziger Kanzleisprache im Mittelalter (Grażyna Łopuszańska (Gdańsk))
  • Zur Realisierung der standardsprachlichen vokalischen Neuerungen des Frühneuhochdeutschen im Text der Protokolle des Generallandtags von Preußen Königlichen Anteils (1527–1528) (Józef Grabarek (Gdańsk))
  • 3 Thorn
  • Zur Realisierung der mundartlichen frühneuhochdeutschen Neuerungen im Schöffenbuch der Alten Stadt Thorn (1363–1443) (Hanna Biaduń-Grabarek (Gdańsk))
  • Zur Realisierung der frühneuhochdeutschen standardsprachlichen Diphthongierung und Monophthongierung im Schöffenbuch der Alten Stadt Thorn (1363–1443) (Sylwia Firyn (Gdańsk))
  • 4 Schlesien
  • Zur Graphemik der Liegnitzer Kanzleisprache in der frühneuhochdeutschen Zeit (Anna Just (Warszawa))
  • Das Oppelner Urbarium vom Jahre 1566, eine Urkunde in der ostmitteldeutschen Schreibtradition (Maria Katarzyna Lasatowicz (Opole))

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Vorwort

Im Jahre 2012 wurde an der Universität Gdańsk die internationale Forschungsgruppe Deutschsprachige Kanzleisprachen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit im südlichen Ostseeraum gegründet. Zur Mitarbeit wurden Sprachhistoriker aus Polen, Lettland, Deutschland, aus der Slowakei und aus der Tschechischen Republik eingeladen.

Das Forschungsziel ist die Beschreibung der wichtigsten Sprachebenen der deutschsprachigen Kanzleien. Es wurden 7 Bände geplant, in denen folgende Ebenen beschrieben werden sollen:

die graphemisch-phonemische Ebene,

die morphologische Ebene - grammatische Kategorien usw.,

die syntaktische Ebene - Satzsyntax,

die Wortbildungsebene - Komposita, Derivate, Abkürzungen usw.

die lexikalische Ebene - Entlehnungen, Fachlexik usw.,

die Textebene – Textsyntax, Textsorten, Textallianzen usw.,

die lexikographische Ebene - Erarbeitung eines Wörterbuchs (fakultativ).

Jeder Ebene wird ein Band gewidmet.

Am vorliegenden Band, der der phonologischen und graphematischen Ebene gewidmet ist, sind germanistische Sprachhistoriker aus Gdańsk (Uniwersytet Gdański, Institut für Angewandte Linguistik), Warszawa (Uniwersytet Warszawski, Institut für Germanistik), Krakau (Jagiellonen-Universität, Institut für Germanistik) und Opole (Uniwersytet Opolski, Institut für Germanistik) beteiligt.

Es werden deutschsprachige Texte analysiert, die in Krakau (Kap. 1) im Ordensstaat und in Preußen Königlichen Anteils (Kap. 2 und Kap. 3), und in Schlesien (Kap. 4) in den Jahren 1350–1650 entstanden sind. Im Vordergrund stehen folgende Aspekte:

die Realisierung der standardsprachlichen und mundartlichen Neuerungen des Frühneuhochdeutschen,

die Relationen zwischen Graphemen und Phonemen.

Er werden neue Erkenntnisse zu dieser Problematik präsentiert.

Die Verfasser der einzelnen Kapitel sind erfahrene polnische Sprachhistoriker, die sich mit der Geschichte der deutschen Sprache, besonders mit der frühneuhochdeutschen Epoche befassen.

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1 Krakau

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Józef Wiktorowicz (Warszawa)

Die graphematisch-phonologische Analyse der deutschen Sprache in der Krakauer Kanzleisprache im 14. Jahrhundert

Abstrakt: Aufgrund der graphematisch-phonologischen Analyse der Sprache der Krakauer Stadtbücher aus dem 14. Jh.. wird gezeigt, wie die mhd. Vokale und Konsonanten in der Krakauer Kanzleisprache realisiert wurden. Die nhd. Monophthongierung wurde schon zu Beginn des 14. Jh. realisiert, die Diphthongierung dagegen erst in der zweiten Hälfte des 14. Jh..

Schlüsselwörter: Kanzleisprache, Monophthongierung, Diphthongierung, graphematisch-phonologische Analyse

1 Einleitung

Im Folgenden wird die graphematisch-phonologische Analyse der deutschen Kanzleisprache in Krakau im 14. Jahrhundert vorgelegt. Unsere Analyse stützt sich auf die deutschen handgeschriebenen Texte, die in den Krakauer Stadtbüchern enthalten sind. Ausgewertet wurden folgende Krakauer Stadtbücher:

1. Das älteste Krakauer Stadtbuch aus den Jahren 1300–1375 (zit. A);

2. Die Schöffenbücher, die die Eintragungen aus den Jahren 1365–1375 und 1390–1397 enthalten (zit. S);

3. Das Ratsbuch aus den Jahren 1392–1400 (zit. R);

4. Die Privilegiensammlung (aber nur die Texte, die vor 1400 eingetragen wurden (zit. P)).

Details

Seiten
156
Jahr
2017
ISBN (PDF)
9783631724163
ISBN (ePUB)
9783631724170
ISBN (MOBI)
9783631724187
ISBN (Hardcover)
9783631724156
DOI
10.3726/b11192
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2018 (Oktober)
Schlagworte
Frühneuhochdeutsch Deutschsprachige ostmitteldeutsche Kanzleien Graphematische und phonologische Ebene Standardsprachliche und mundartliche Neuerungen Bezug auf das Mittel- und Neuhochdeutsche Geschichte der deutschen Sprache
Erschienen
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2017., 155 S., 1 s/w Abb., 1 Tab., 2 Graf.

Biographische Angaben

Hanna Biaduń-Grabarek (Band-Herausgeber:in) Sylwia Firyn (Band-Herausgeber:in)

Hanna Biaduń-Grabarek ist Professorin am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie an der Universität Gdańsk/Danzig. Ihre Hauptinteressengebiete sind Syntax der deutschen Sprache, Sprachmanipulation, kontrastive Linguistik, Sprachgeschichte und Fremdsprachendidaktik. Sylwia Firyn ist Professorin am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie an der Universität Gdańsk/Danzig. Ihre Hauptinteressengebiete sind Syntax der deutschen Sprache, Sprachgeschichte, Parömiologie, Lexikologie und Fremdsprachendidaktik.

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Titel: Sprache der deutschsprachigen Kanzleien in der frühneuhochdeutschen Zeit im südlichen Ostseeraum Teil 1